Reiner Wirl

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Reiner Wirl (* in Würzburg; † 1763 in Kitzingen) war ein Bildhauer des Barock in Franken.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Reiner Wirl war der Sohn eines Würzburger Bürgers und Bildhauers. Er erwarb am 3. September 1738 in Kitzingen das Bürgerrecht. [1] Am 30. Juni 1738 heiratete er Anna Rosina, die Tochter des Chor- und Schuldirektors Johann Franziskus Spieser in Kitzingen. Einer der Trauzeugen war der Maler und Ratsherr Laurentius Derlet. [2]

Da Wirl im Kitzinger Steuer- und Schatzungsbuch der Jahre 1739-1741 mit der niedrigsten Summe von 50 fl für „Burgerrecht und Handtwerk“ veranlagt wird, war er nie vermögend. Am 27. Mai 1760 [3] starb seine Frau im Alter von nur 44 Jahren. Wirl verstarb drei Jahre später. Sein Nachfolger wurde der Bildhauer Johann Steuerwald, der am 7. Dezember 1763 als Bürger in Kitzingen aufgenommen wurde.

Kunstwerke[Bearbeiten]

(in chronologischer Reihenfolge)

  • Katholische Pfarrkirche St. Regiswindis in Vilchband: Kanzel (1756) und Hochaltar (1757) [4] [5]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987, S. 309 ff.

Einzelnachweise und Hinweise[Bearbeiten]

  1. Stadtarchiv Kitzingen, Untere Bürgermeistersrechnung 1738, fol. 5
  2. Katholisches Pfarrarchiv Kitzingen, Matr. 1738, fol. 493
  3. Katholisches Pfarrarchiv Kitzingen, Matr. 1760
  4. Pfarrarchiv Vilchband, Gotteshausrechnung 1756, fol. 39, „60 fl“ und Pfarrchronik, fol. 23, „1757 im August gesetzt, 1758 in der Kreuzwoche gefaßt“; Pfarrchronik 1763
  5. Der Hochaltar wurde 1778 von Kitzinger Bildhauer Johann Steuerwald erneuert bzw. erweitert.
  6. Bild des Oratoriumsaltars von Reiner Wirl aus dem Jahre 1760 in der Kapelle des Zobelschlosses in Giebelstadt auf www.panoramio.com [1]