Oberes Tor (Eibelstadt)

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Feldseite des Oberen Tors in Eibelstadt
Feldseite des Oberen Tors im Jahre 1925

Das Obere Tor (auch Ochsenfurter Tor) ist Teil der ehemaligen Stadtmauer Eibelstadt.

Verkehrsbedeutung

Das Obere Tor ist eines von drei Toren der gut erhaltenen Stadtmauer von Eibelstadt. Es befindet sich am südlichen Ende der Hauptstraße und war der Hauptzugang aus Richtung Ochsenfurt. Bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung führte die Bundesstraße 13 durch das Tor.

Geschichte

Das Obere Tor wurde um 1562 errichtet. Ursprünglich befand sich in dem Tor die Wohnung des städtischen Hirten. 1817 wollte die Würzburger Regierung Eibelstadt veranlassen, den Mauerring abzutragen und die Tore zu entfernen, des besseren Verkehrsflusses wegen bzw. wegen der „Verschandelung“ des Ortes durch die teilweise beschädigte Mauer. Diese Forderung wurde in den Jahren 1824 und 1876 wiederholt. Im Jahr 1877 verzichtete das Bezirksamt Ochsenfurt auf das Einlegen der Tore, da die von der Stadtgemeinde für die Torbewohner geforderten Wohnungen zu viel Geld beansprucht hätten. Man einigte 1876 sich darauf, nur das Obergeschoss abzureißen und versah danach den 1. Stock mit sogenannten „Schweizer Dächern“.

Das Obere Tor und das Maintor waren 1945 gegen die anrückenden Amerikaner verbarrikadiert. Mutige Eibelstädter Frauen beseitigten in einer nächtlichen Aktion und unter Lebensgefahr die aufgetürmte Barrikaden und ermöglichten so den alliierten Soldaten den Einmarsch. Dadurch wurde ein drohender Beschuss von Eibelstadt verhindert.

Baubeschreibung

Das Stadttor ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Tordurchfahrt, Fachwerkgiebel, Satteldach und Wappenrelief.

Das Wappenrelief der drei Ortsherrschaften erinnert an die Herrschaftsverhältnisse in Eibelstadt in der Zeit von 1431 bis 1619. Links das Wappen des Dompropstes Richard von der Kere, rechts das Wappen der Pappenheimer und darüber das Wappen des Würzburger Domkapitels. Die Inschrift der Wappentafel lautet:

Gegenwertige Maur ist angefangen Anno Christi 1562 bey Michael Erisen Schultheise, Hans Schmachtenberger und Bernhart Orte bede Vogt waren Baumeister Burch. Prosmer und Claus Rueb zu Eyvelstat.

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

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