Martinsklause
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Die Martinsklause war ein traditioneller Gastronomiebetrieb im Stadtbezirk Altstadt.
Geschichte
Die Geschichte der Martinsklause geht zurück bis ins 8. Jahrhundert, als nebenan die Martinskapelle gestiftet wurde. Zur Stiftskapelle gehörten einige Höfe, die ihre Abgaben in Form von Most entrichten mussten. Da der Traubensaft auch als Tauschmittel genutzt wurde, wurde unter den Höfen große Weinkeller angelegt. Die vormalige Martinsklause ist geprägt von einem Gewölbekeller, dessen älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen und in denen man auf Kirchenbänken Wein und fränkische Brotzeit genießen konnte.
Darüber lag die historische Schiestlstube, ein kleines Kunstmuseum mit Plastiken und Lithografien des Würzburger Künstlers Heinz Schiestl ausgestattet, wie den berühmten „Würzburger Dukatenscheißer“. Gastronomisches Leben ist in den Räumlichkeiten seit 1868 belegt. 1929 befand sich in der Martinstraße 21 die Restauration Zink-Hofmann, Inhaber Gottfried Keller, mit einem Spezialausschank der ersten Kulmbacher Aktien-Bräu. 1957 ging das Anwesen an die Familie Barthelmes, die vorrangig fränkisch-regionale Küche, sowie eine reichhaltige Auswahl an Omelettes anbot. Nach einigen Namens- und Wirtewechseln war die Martinsklause wieder in Händen der Wirtsfamilie Barthelmes. Zur Traditionspflege gehörte, dass der Wirt Ralf Barthelmes das alte, zwischenzeitlich ausgelagerte Mobiliar wieder einbauen ließ.
Vorgänger
Sechs Jahre lang war die spanische Tapasbar Destino hier angesiedelt.
Angebot
- Die Küche bot fränkisch-regionale Speisen.
- Frankenwein
- Bier: Schlappeseppel
Ehemalige Adresse
- Martinsklause
- Martinstraße 21
- 97070 Würzburg
Ehemalige Öffnungszeiten
- täglich geöffnet von 16.30 Uhr bis 24.00 Uhr
ÖPNV
Nächste Straßenbahnhaltestelle: | Dom |
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Nikola Treutlein/Katharina Hitz: Würzburg genießen und entdecken. Südwest-Verlag, 1995, ISBN: 3-517-01821-X, S. 54.
Weblinks
Kartenausschnitt
- Ehemaliger Standort