Martin Ziegler

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Martin Ziegler (* 1778 in Messelhausen; † 1843 ebenda) war Vergolder in Tauberfranken.

Familiäre Zusammenhänge

Joseph war der zweite Sohn von Johann Georg Ziegler und half schon frühzeitig in der Werkstatt seines Vaters. Die Rollenverteilung von Martin und seinem älteren Bruder Joseph im Geschäft ist aus einer Quittung des Jahres 1825 ersichtlich, in der Joseph als Bildhauer und Martin als Vergolder unterschreibt. Martin wird jedoch im Taufmatrikel auch als Schreiner erwähnt.

Leben und Wirken

Wahrscheinlich erlernte Martin zuerst das grundlegende Handwerk der Schreinerei (Altäre) und anschließend noch das Vergolden, eine ideale Berufsverbindung um mit einem Bildhauer ein gemeinsames Geschäft zu betreiben. Als fester Termin für Martins ständige Mitarbeit in der Werkstatt seines Vaters bietet sich das Datum seiner Heirat im Jahre 1800 an. [1]

Seine gemeinsam mit seinem älteren Bruder Joseph geschaffenen zahlreichen Bildstöcke, Haus- und Heiligenfiguren bewahrten bis zuletzt Merkmale - wenn auch in schematisierter Form - des längst verblühten Rokoko.

Werke im Landkreis Würzburg (Auswahl)

  • 1825: Hochaltar, Kanzel und Seitenaltar (Hl. Joseph) in der katholischen Kirche St. Andreas in Burgerroth (gemeinsam mit seinem Vater Johann Georg)

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Zu Leben und Werk der Bildhauer im 18. Jh. zwischen Main und Tauber. Aubanusverlag, Wolfratshausen 1978, S. 312 ff.

Einzelnachweise

  1. Pfarramt Messelhausen, Matr. 1708-90, 1778 vol. 204 und Bürgerliches Standesbuch 1800; 1813; 1832 fol. 19; 1842 fol 95; 1843 fol. 99