Johann Michael Guttenhöfer

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Johann Michael Guttenhöfer (* 1734 in Wien; † 1801 in Würzburg) war Goldschmied und Firmengründer in Würzburg.

Leben und Wirken

Nach seiner Wanderschaft als Geselle war Guttenhöfer 1751 nach Würzburg gekommen und wurde hier als Bürger aufgenommen. Er trat in die Werkstatt seines Landsmannes und Schmiedemeisters Christian Wießbauer ein. Noch im gleichen Jahr erhielt er am 8. Oktober 1764 die Meistergerechtigkeit der Würzburger Goldschmiedezunft. 1877 erwarb er in der Domstraße 13 das Hof Zum großen braunen Löwen und gründete das Familienunternehmen, das bis Anfang 2020 Sitz der Firma Hofjuwelier Guttenhöfer gewesen ist.

Guttenhöfer wurde schon bald einer der bekanntesten Juweliere und Goldschhmiede seiner Zeit. Reiche Bürger, der Adel und die Domherren, wie Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, gehörten zu seinen Kunden. Von 1794 bis 1800 wirkte er als Viertelmeister im sog. Bastheimer Viertel in Würzburg. Nach seinem Tod übernahm zunächst seine seine Witwe, ab 1804 sein Sohn Josef das väterliche Unternehmen.

Würzburger Silberbecher

Ende des 18. Jahrhunderts schuf Guttenhöfer einen Würzburger Silberbecher. Der glockenförmige Becher mit kurzem, getrepptem Fuß, reich dekoriert mit Zopf- und Blumenornamenten ist aus 13-lötigem Silber[1] gefertigt, getrieben, graviert, teil- und innenvergoldet. Auf der Schauseite befindet sich ein graviertes Wappen der Stadt Würzburg, auf der Rückseite eine Kartusche mit Monogramm und Widmung „DESSEN BESTEN INGEDENK SOFUNDIRT HAT DIES GESCHENK N.F.S“.

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 13-lötiges Silber entspricht einem Feinsilbergehalt von 812,5/1000