Jakob Pfister

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Jakob Pfister bzw. Jacob Pfister (* 1. Januar 1770 in Opferbaum; † 28. Januar 1838 in Würzburg) war Gründer der Klavierbautradition der Familie in Würzburg.

Familiäre Hintergründe

Jakob war der Onkel des ebenfalls als Klavierbauer tätigen Martin Pfister. [1] und Großonkel von Nikolaus Pfister.

Leben und Wirken

Pfister kam wie viele Instrumentenbauer vom Schreinerhandwerk zum Klavierbau. Seine Lehrzeit verbrachte er in Würzburg, die Gesellenzeit in Mainz und Mannheim. Danach ging er auf Wanderschaft über Augsburg, München und Prag nach Wien, wo er ab 1794 für sechs Jahre bei den Klaviermachern Walter, Brodmann und Rosenberg Erfahrungen sammelte. 1800 kehrte er nach Würzburg zurück und erwarb am 31. Juli desselben Jahres eine Anerkennung als musikalischer Instrumentenmacher und am 14. August das Bürgerrecht sowie die Konzession zur selbständigen Gewerbeausübung. Ab diesem Zeitpunkt stellte der im unterfränkischen Raum herausragende Klavierbauer, dessen Instrumente auch nach München, Regensburg und den Hof von Florenz gelangten, Pianofortes (bzw. „Fortepianos“) als Tafelklaviere und als Hammerflügel in seiner Werkstatt her und begründete eine mehrere Generationen währende Klavierbauerdynastie. [2]

Instrumente

Ein Hammerflügel von Jakob Pfister aus dem Jahre 1808 steht im Mainfränkischen Museum.

Einzelnachweise

  1. „Zum 130jährigen Geschäftsjubiläum der Firma N. Pfister in Würzburg“
  2. Michael Günther: Instrumentenbau, in: Musikalisches Gewerbe, bearbeitet von Ulrich Konrad, S. 228-237 in: „Unterfränkische Geschichte“, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, 229-237, S. 231 f.

Siehe auch

Weblinks