Hof Friedberg

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Hof Friedberg in der Bronnbachergasse 43

Der ehemalige Hof Friedberg (auch Hof Klein-Maidbronn genannt) wurde im Jahre 1714 vom Barockarchitekten Josef Greising erbaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Gallus Jacob aus Tauberbischofsheim, der Erbauer und ursprüngliche Besitzer des Gasthauses, spielt in der Lokalhistorie und in der Kunstgeschichte eine wesentliche wie kuriose Rolle. Gallus Jacob, zu Beginn des 18. Jahrhunderts Direktor der fürstbischhöflichen Hofkammer, musste nach Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn sein Vermögen – im heutigen Wert von 20 Millionen Euro - übergeben, um einem Skandalprozess wegen Unterschlagung zu entgehen. Mit diesem riesigen Baukostenzuschuss konnte der baulustige Johann Philipp Franz von Schönborn seinen Traum verwirklichen: den Bau der Residenz. Ohne diese unfreiwillige Finanzierung durch Gallus Jacob wäre die Residenz vielleicht nie erbaut worden.

Der im Zweiten Weltkrieg zum Teil zerstörte Hof Friedberg hatte jedoch noch gut erhaltene und ausbaufähige Fassaden. Nach jahrelangen Verhandlungen ist er in den Besitz der Stadt übergegangen. Sie erwarb das Anwesen, um sicherzustellen, dass die wertvolle Barockanlage erhalten bleibt. Das Hofgeviert, mit seinen Arkaden aus rotem Sandstein, ist der einzige architektonisch gestaltete Innenhof eines barocken Bürgerhauses in Würzburg, der erhalten blieb.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Neben dem romantischen Höfle des Weinhauses Stachel wurde der Hof Friedberg 1971 wieder errichtet. In den Arkaden – rechts und links des Hofes – wurden Geschäftsläden, an der Stirnseite ein Café-Restaurant eröffnet. Seit dieser Zeit wird die Örtlichkeit wieder gastronomisch genutzt. Heute befindet sich das Restaurant Burger & Bier in den Räumlichkeiten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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