Hans Haffner

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Prof. Dr. Hans Haffner (* 8. November 1912 in Nördlingen; † 23. Februar 1977 in Würzburg) war Astronom, Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Vorstand des Astronomischen Instituts.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit in Lindau und Regensburg studierte er ab 1931 Physik an der Universität München und wechslte 1933 an die Universität Göttingen. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Haffner zur Wehrmacht eingezogen. Der Leiter der Münchner Sterwarte konnte aber erreichen, dass Haffner an das neu gegründete Wendelstein-Observatorium zur Sonnenüberwachung abkommandiert wurde, wo Haffner die nächsten fünf Jahre den Aufbau dieser Einrichtung leitete. Nach dem Krieg kehrte nach Göttingen zurück und nahm die fotometrische Untersuchung von verschiedenen Sternhaufen wieder auf. 1953 wurde er zum Professor für Astronomie an die Universität Hamburg berufen. In den Jahren 1955 und 1956 sowie von 1957 bis 1959 war Hans Haffner in Südafrika und fertigte am Boyden-Observatorium in Bloemfontein fotometrische Aufnahmen verschiedener Sternhaufen an. Nach seiner Rückkehr an die Sternwarte Hamburg-Bergedorf übernahm er ab 1960 den Vorsitz der Astronomischen Gesellschaft. Ab 1962 leitete er die Universitätssternwarte in Hamburg-Bergedorf.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1967 erhielt Hans Haffner einen Ruf auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Astronomie der Universität Würzburg. Voller Tatendrang baute er den Lehrstuhl auf und modernisierte die Universitätssternwarte an der Keesburg. Durch einen Hirntumor verlor er 1973 seine Sehkraft, die er aber nach einer operativen Entfernung des Tumors wieder erlangen konnte. Nachdem er Ende 1976 erneute erblindete, erlag Hans Haffner kurz darauf seinem Krebsleiden.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm ist die Hans-Haffner-Sternwarte des Friedrich-Koenig-Gymnasiums in Hettstadt benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]