Georg Lill

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Dr. Georg Lill (* 9. August 1883 in Würzburg, † 27. Juni 1951 in München) war Kunsthistoriker, Politiker, Autor und Denkmalpfleger.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lill besuchte von 1889 bis 1893 die königliche Seminarübungsschule Würzburg und danach bis 1902 das Alte Gymnasium. Anschließend studierte er Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, in Berlin, Wien und München. 1907 wurde er in München promoviert. Von 1908 bis 1910 war Lill in München am „Generalkonservatorium der Kunstdenkmäler und Altertümer Bayerns“ mit der Inventarisierung beschäftigt. Seit 1911 wirkte Lill als Berater des Münchner Auktionshauses Helbing und erstellte dort ca. 50 Kataloge. Die von ihm bis zum Verbot 1937 redigierten Zeitschrift „Christliche Kunst“ brachte er seit 1924 einen Beitrag zur zeitgemäßen Erneuerung der christlichen Kunst. 1919 wurde Lill als Kustos in den Mitarbeiterstab des Bayerischen Nationalmuseums berufen und 1920 Hauptkonservator.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

1908 trat er der Zentrumspartei bei. Von 1919 bis 1924 war er Mitglied der Bayerischen Volkspartei. 1945 trat er in die CSU ein. Ein Angebot für das Amt des bayerischen Kultusministers lehnte er ab. 1946 war er Mitglied der verfassungsgebenden Landesversammlung.

Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege[Bearbeiten]

1929 wurde Lill zum Direktor des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ernannt. 1945 erhielt er die Bestätigung als Direktor des Landesamts durch die amerikanische Militärregierung und wirkte auf dieser Stelle bis zu seiner Pensionierung 1950.

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

Er verfasste ganz oder teilweise sechs Bände der „Kunstdenkmäler Bayerns“. Seine „Deutsche Plastik“ (1925) erreichte eine ungewöhnliche Auflage von 300.000 Exemplaren.

Nachlass[Bearbeiten]

Sein Nachlass befindet sich im Staatsarchiv Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Brigitte Herrbach: Lill, Georg in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 563 (Onlinefassung)
  • Heidrun Alzheimer: Volkskunde in Bayern - Ein biobibliographisches Lexikon der Vorläufer, Förderer und einstigen Fachvertreter. Würzburg 1991, S. 163 f.

Weblinks[Bearbeiten]