Günther Beckstein

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Dr. Günther Beckstein

Dr. Günther Beckstein (* 23. November 1943 in Hersbruck/Pegnitz) ist Rechtsanwalt und CSU-Politiker. Dem bayerischen Landtag gehörte er von 1974 bis 2013 an. Von 1993 bis 2007 war er bayerischer Staatsminister des Innern und von 2007 bis 2008 bayerischer Ministerpräsident. Er war der erste evangelische Ministerpräsident im Freistaat Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1962 in Nürnberg studierte Beckstein Rechtswissenschaften in Erlangen und München und arbeitete zwischen 1971 und 1988 als selbständiger Rechtsanwalt. 1975 promovierte er an der juristischen Fakultät Erlangen.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Beckstein war lange Jahre in der evangelischen Jugendarbeit sowie im CVJM tätig und ist seit 1996 berufenes Mitglied der evangelisch-lutherischen Landessynode in Bayern.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Beckststein war zunächst Bezirksvorsitzender der JU in Mittelfranken und seit 1991 Mitglied des Parteivorstandes der CSU. 1974 wurde er in den Landtag gewählt. Ab 1978 war er Vorsitzender des Sicherheitsausschusses des Bayerischen Landtags, dann stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 1988 bis 1993 war er zunächst Staatssekretär, danach Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium des Innern und seit 2001 Stellvertreter des Ministerpräsidenten. Nach der Bundestagswahl 2005 gehörte er kurzzeitig bis zum 23. November 2005 dem 16. Deutschen Bundestag an.

Bayerischer Ministerpräsident[Bearbeiten]

Nachdem am 18. Januar 2007 Edmund Stoiber angekündigt hatte, sein Amt im Herbst niederzulegen, verständigte sich die Landtagsfraktion der CSU im Juni 2007 auf Beckstein als Nachfolger. Am 9. Oktober 2007 wurde er vom Bayerischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Seine erste offizielle Auslandsreise als Ministerpräsident führte den engagierten Protestanten Beckstein am 26. Oktober 2007 nach Rom zu Papst Benedikt XVI. Infolge des schlechten Abschneidens der CSU bei der bayerischen Landtagswahl am 28. September 2008 erklärte Beckstein am 1. Oktober 2008, für die Neuwahl des Ministerpräsidenten durch den Landtag nicht mehr zu kandidieren. Bei der Landtagswahl 2013 trat Beckstein nicht mehr an.

Ehrungen und Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Bekannt wurde Beckstein auch durch die Fernsehsendung Fastnacht in Franken, zu der er immer mit ausgefallenen Kostümen und extravaganten Verkleidungen nach Veitshöchheim kam.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]