Friedrich Magnus zu Castell-Remlingen

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Friedrich Magnus Graf zu Castell-Remlingen

Friedrich Magnus Graf zu Castell-Remlingen (* 6. Oktober 1646 in Remlingen; † 17. April 1717 in Augsburg) war von 1668 bis 1717 Herrscher der Grafschaft Castell im Remlinger Landesteil.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Friedrich Magnus war das siebte Kind des Grafen Wolfgang Georg I. zu Castell-Remlingen und seiner Gemahlin Sophia Juliana, einer geborenen Gräfin zu Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach. Vier Brüder starben im Kindesalter.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ähnlich wie sein Bruder Wolfgang Dietrich zu Castell-Remlingen studierte der junge Graf an der Universität Tübingen. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1668 erbte Friedrich Magnus gemeinsam mit seinem älteren Bruder die Grafschaft. Beide Brüder teilten sich das Herrschaftsgebiet und Friedrich Magnus wurde der Landesteil Remlingen zugesprochen.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Ab 1671 begann seine militärische Laufbahn auf und er trat in französische Kriegsdienste. Hierzu rüstete er in der Grafschaft eine eigene Kompanie aus. Im Jahr 1673 verließ er die französiche Armee und wurde 1674 Obristenwachtmeister eines brandenburgisch-bayreuthischen Regimentes. Im gleichen Jahr konvertierte der Graf zum katholischen Glauben über, um höhere Ämter am Kaiserhof anzunehmen. 1680 ging er nach Wien und wurde dort kaiserlicher Kammerherr.

Im Jahr 1683 zeichnete er sich bei der Belagerung von Wien mit seinem Regiment aus. Ebenso tat sich Friedrich Magnus im Spanischen Erbfolgekrieg hervor, sodass man ihn 1694 zum General der Kavallerie ernannte. Den Höhepunkt seiner militärischen Karriere erreichte der Graf mit seiner Ernennung zum kaiserlichen Generalfeldmarschall.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Meyer: Das Haus Castell. Landes- und Standesherrschaft im Wandel der Jahrhunderte. In: Otto Meyer, Hellmut Kunstmann (Hrsg.): Castell. Landesherrschaft- Burgen- Standesherrschaft. Castell 1979. S. 9-53.

Weblinks[Bearbeiten]