Freiwillige Feuerwehr Stalldorf

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Feuerwehrgerätehaus Stalldorf
Wappen der Feuerwehr Stalldorf

Die Freiwillige Feuerwehr Stalldorf ist die Ortsteilfeuerwehr des Riedenheimer Gemeindeteils Stalldorf.

Geschichte

Die Feuerwehr Stalldorf wurde am 30. Mai 1886 im mittlerweile abgerissenen alten Schulhaus gegründet. Der Einladung des damaligen Bürgermeisters Michael Lutz waren 23 Männer aus Stalldorf gefolgt und wählten erstmals die Vorstandschaft der Feuerwehr. Bereits am 3. Juni 1886 erfolgte eine weitere Mitgliederversammlung, bei der die Einteilung der Mitglieder in Züge vorgenommen wurde: So gab es einen Steiger-, einen Spritzen- und einen Ordnungszug. Am 6. Juni 1886 wurde beschlossen, eine Feuerwehr-Einsatzkleidung bestehend aus Feuerwehrjoppen (Stoffjacken), Gurten, Brustfangschnüren und Messinghelmen zu beschaffen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Stalldorfer Feuerwehr war [[1887] die Beschaffung der ersten Feuerwehrspritze mit drei Saugschläuchen. 1896 erhielt die Wehr eine vierrädrige Saug- und Druckspritze der Feuerlöschmaschinenfabrik Justus Braun. Diese Spritze ist heute noch erhalten und steht im Feuerwehrmuseum Waldmannshofen als Leihgabe. Am 23. April 1930 ergänzte eine fahrbare Leiter mit 10 Meter von der Firma Magirus aus Ulm den Fuhrpark. Die erste motorbetriebene Spritze konnte die Freiwillige Feuerwehr Stalldorf 1947 in Empfang nehmen. 1957 wurde das heutige Feuerwehrhaus erbaut, das Obergeschoss wurde damals noch als Rathaus genutzt. 1959 erhielt die Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze, die auf einem Tragkraftspritzen-Anhänger (TSA) transportiert wurde. Ein weiterer Höhepunkt in der Feuerwehrgeschichte war am 15. April 1978 die Übergabe des Tragkraftspritzenfahrzeugs TSF als erstes eigenes Feuerwehrauto. Der Ford Transit bildet auch heute noch das Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Stalldorf. Bis Ende der 1970er Jahre gab es am nördlichen Ortsausgang an der Julius-Echter-Straße einen Löschweiher, die Weth. 2026 feierte die Wehr ihr 140-jähriges Stiftungsfest. Im Jubiläumsjahr hatte die Feuerwehr Stalldorf 30 aktive und 29 passive Mitglieder.

Historische Einsätze

  • Am 23. April 1934 wurden eine Scheune und Stallung des Landwirts Julius Gabel nach einem Blitzschlag ein Raub der Flammen. Die Löschwasserversorgung war problematisch, ein wolkenbruchartiger Regen brachte Abhilfe.
  • Am 29. September 1940 sorgte eine Brandstiftung in der Scheune von Witwe Maria Schmitt für ein Feuer. Ein Dienstknecht wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Nur ein Jahr später brannte es bei Schmitt erneut.
  • Von Ostermontag bis zum Samstag vor dem Weißen Sonntag brannten im April 1945 durch amerikanischen Beschuss sieben Scheunen, zwei Stallungen und zwei Wohnhäuser nieder. Es war das größte Feuer in der Geschichte der Feuerwehr. Zu dieser Zeit bestand die Feuerwehr kriegsbedingt vor allem aus Feuerwehrfrauen, die durchgehend mit Löscharbeiten beschäftigt waren. Etwa 30 Feuerwehrfrauen leisteten zu dieser Zeit Dienst und spielten eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des Brandschutzes im Zweiten Weltkrieg.
  • Am 5. August 1964 brannte die Scheune mit Stallung des Bürgermeisters Michael Lutz. Brandursache war Zündelei.
  • Am 25. Mai 1969 brannte der Aussiedlerhof Josef Leuchs nieder. Brandursache war ein Blitzeinschlag. Eine Besonderheit ist, dass der Aussiedlerhof 1945 schon mal abgebrannt ist.
  • Am 1. Januar 2015 brannte aufgrund eines technischen Defekts ein BMW in Stalldorf.

Fahrzeug

TSF

TSF

Tragkraftspritzenfahrzeug
Funkrufname: Florian Stalldorf 44/1
Fahrgestell: Ford Transit
TS 8/8
Das TSF soll im Rahmen einer Ersatzbeschaffung durch ein TSF-W ersetzt werden.

Feuerwehrgerätehaus

Das Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum befindet sich unmittelbar am Dorfplatz.

Freiwillige Feuerwehr Stalldorf
Julius-Echter-Straße 11
97283 Stalldorf

Maskottchen

Seit 1990 ist der Stalldorfer Keiler das Maskottchen der Feuerwehr Stalldorf. Beim 140-jährigen Jubiläum zierte der Keiler das örtliche Feuerwehrwappen.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Kartenausschnitt

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