Fränkische Quitte

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Quitte am Baum

Die Fränkische Quitte (eine Sorte der einzigen Quittenart Cydonia oblonga Mill.) ist ein Kernobstgewächs innerhalb der Familie der Rosengewächse und schon lange als Obstbaum in Kultur, eine jedoch selten gewordene Frucht in Mainfranken.

Anbaugebiet[Bearbeiten]

Hauptanbaugebiet in Unterfranken sind die Streuobstwiesen zwischen Astheim (Stadt Volkach) und dem Eisenheimer Ortsteil Kaltenhausen am Hang des Vogelsberges über der Strecke der Mainschleifenbahn. Dort ist auch ein Quittenlehrpfad angelegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Inwieweit die Verbreitung diverser Quittensorten auf das ortsansässige Kloster zurück gehen, konnte bisher urkundlich nicht belegt werden. Da aber die Kartäuser selbst schon 1650 in Paris die damals berühmteste Baumschule Frankreichs Chartreuse de Vauvert betrieben und ein Transfer von Edelreisern zwischen den Klöstern früher üblich war ist eine Verbreitung auf diesem Wege anzunehmen. Durch mündliche Überlieferung wird bekannt, dass der Schienenausbau der Königlich Bayerischen Staatseisenbahn zwischen Seligenstadt und Volkach zwischen 1905 und 1909 Einfluss auf die Sortenvielfalt der Quitten in diesem Gebiet hatte. Es wird berichtet, dass ein Vorarbeiter und leidenschaftlicher Imker seine italienischen Gastarbeiterkollegen, die am Bau des Streckenabschnitts arbeiteten, darum gebeten habe, ihm aus ihrem Heimaturlaub Akazien, Pfirsiche und Quittenstecklinge mitzubringen. Von einstmals über dreißig Sorten werden heute nur noch sechs kultiviert.

Sorten[Bearbeiten]

  • Astheimer Perlquitte
  • Volkacher Riesenquitte
  • Fränkische Hausquitte

Zubereitung[Bearbeiten]

Die Quitte ist in rohem Zustand nicht genießbar. Deshalb wird sie in der Regel gekocht und dann weiter verarbeitet.

Mögliche Endprodukte[Bearbeiten]

  • Quittensecco
  • Quittenlikör
  • Quittenbrot
  • Quittenwein
  • Quittenschnaps
  • Quittengelee

Siehe auch[Bearbeiten]

Adresse[Bearbeiten]

MUSTEA Quittenanbau
Hadergasse 19
97247 Untereisenheim

Weblinks[Bearbeiten]