Ernst Freudenberg

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Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Freudenberg (* 24. Juni 1884 in Weinheim/Bergstraße; † 7. Juni 1967 in Basel) war Kinderarzt und Medizinprofessor an verschiedenen Hochschulen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Aitur in Frankfurt und einem einjährigen Militärdienst in Karlsruhe, begann er 1903 ein Philosophie- und Psychologie-Studium an der Universität Leipzig. Im darauffolgenden Jahr wechselte er an die Universität München, wo er Medizin studierte. 1910 wurde er mit einer von Jussuf Ibrahim promoviert.

Nach einem Studienaufenthalt an der Universität Straßburg im Jahr 1912 war Freudenberg ab 1913 an der Heidelberger Kinderklinik tätig. Während des Ersten Weltkrieges diente Freudenberg als Sanitätsoffizier an der Westfront. 1917 erfolgte seine Habilitation. Nach einer Kriegsgefangenschaft in England kehrte er 1919 nach Heidelberg zurück. 1922 trat Freundenberg in Marburg die Stelle als Chef der Universitätskinderklinik an. Nach einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten 1929 war der Kinderarzt im Wintersemester 1929/1930 und im Sommersemester 1930 Dekan der Marburger Medizinischen Fakultät. Ende 1933 wurde Ernst Freudenberg ordentliches Mitglied der Leopoldina. Im Folgejahr wurde das Extraordinat Freudenbergs in eine ordentliche Professur umgewandelt.

Mit Wirkung vom 31. Oktober 1937 wurde Freudenberg auf Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums als „jüdisch versippt“ in den Ruhestand versetzt. Freudenberg emigrierte in die Schweiz, wo er von 1938 bis 1954 als erster Ordinarius für Pädiatrie das Kinderspitals der Universität Basel leitete.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten]

Zu Freudenbergs Arbeitsschwerpunkten zählte die Physiologie der Verdauung im Kindesalter, der Säure-Basen-Haushalt sowie Glutenintoleranz, Rachitis und Muskelverkrampfungen aufgrund Kalziummangels.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]