Domvikarie zu Allen Seelen

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Heutiges Gebäude
Kalksteinportal

Die Domvikarie zu Allen Seelen war ein Gebäude in der Altstadt, dessen Portal heute unter Denkmalschutz steht.

Standort[Bearbeiten]

Das Vikariegebäude stand im Anwesen Bibrastraße 6.

Geschichte[Bearbeiten]

Domvikarie[Bearbeiten]

Das Gebäude beherbergte bis zur Säkularisation 1803 die Vikarie des Domstifts, die ab dem Jahr 1365 bezeugt ist. Das Vikariat ist u.a. für Bischof Johann II. von Brunn im Jahr 1419, Abt Heinrich von Ebrach 1445, sowie Propst Thomas und Dechant Jakobus im Jahr 1473 überliefert.

Israelitische Lehrerbildungsanstalt[Bearbeiten]

1884 zog die Israelitische Lehrerbildungsanstalt in dieses Haus. Hier wirkte der Rabbiner Seligmann Bär Bamberger. Die Anstalt, die nach mehrjährigen Verhandlungen durch Regierungsentschließung vom 5. Oktober 1864 genehmigt und am 1. November 1864 eröffnet wurde, war zuerst in einem außerhalb der Stadt gelegenen Mietshaus untergebracht. Nach Ablauf des ersten Schuljahres erwiesen sich die Räumlichkeiten für die Dauer nicht mehr hinreichend und die Anstalt erwarb das Haus Kettengasse 6, das 1865 bezogen wurde. Im Jahre 1883 wurde das geräumigere Anwesen in der Bibrastraße 6 erworben und die Anstalt am 20. November 1884 eingeweiht. 1931 wurde die Lehranstalt in den Neubau im Stadtteil Frauenland in die Sandbergerstraße verlegt. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde das Gebäude größtenteils zerstört.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

„Portal, korbbogige Öffnung mit Rustikagliederung, Kalkstein, Barock, 1. Hälfte 18. Jh.“

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Würzburg, Nr. D-6-63-000-43
  • Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 3. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1923, S. 46
  • Kopialbuch der Würzburger Domvikarien (Onlinefassung)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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