Daniel Kregelmaier

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Grabdenkmal für Daniel Kregelmaier an der Wand des nördlichen Seitenschiffs im Neumünster

Daniel Kregelmaier (* um 1570 in Hopferstadt; † 9. April 1617 in Würzburg) war Kapitularkanoniker im Stift Neumünster.

Geistliche Laufbahn

Kregelmaier erhielt seine Tonsur und die niederen Weihen am 24. September 1588. Nominiert vom Kapitularkanoniker Heinrich Galerius erhielt er am 25. August 1592 ein Kanonikat [1] im Kollegiatsstift Neumünster und trat gleichzeitig in die Stiftsbruderschaft ein. Zum Studium wurde er beurlaubt und immatrikulierte sich am 15. März 1595 an der Universität Würzburg.

Am 20. Mai 1595 wurde zum Subdiakon geweiht und erhielt am 29. September eine halbe Pfründe. Seine Weihe zum Diakon erfolgte wohl nach Abschluss seiner Studien am 1. April 1600. Zum Kapitular von Neumünster wurde er am 16. März 1601 gewählt und erhielt am 13. März 1604 das Stimmrecht in der Kapitelversammlung zugebilligt.

Stifter

Im Oktober 1608 regte Daniel Kregelmaier im Stift die Feier des Festes der Hl. Elisabeth (19. November) an und stellte wohl auch Geld dafür zur Verfügung. In Hopferstadt stiftete Daniel Kregelmaier für sich und seine Eltern Johann und Margarethe Kregelmaier einen Jahrtag und stattete seine Stiftung mit Kapital in Höhe von 120 Gulden aus. Das Totengedenken sollte nach Angaben des Hopferstadter Pfarrbuchs von 1626 „gehalten werden umb Ostern oder den 8. Aprilis“. Von den Einkünften des Stiftungskapitals, das gegen Zinszahlung ausgeliehen wurde, erhielten an jedem Jahrtag Pfarrer, Schulmeister, Kirchner und Gotteshauspfleger jeweils ein kleines Entgelt, die Armen 2 Gulden und die Kirchenstiftung 3 Gulden.

Letzte Ruhestätte

Daniel Kregelmaier wurde in der Stiftskirche Neumünster beigesetzt, wo eine Bronzetafel mit Relief Daniel in der Löwengrube an der Wand des nördlichen Seitenschiffs noch heute an den Wohltäter erinnert, der Legate in Höhe von 600 Gulden hinterließ.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Joachim Braun: Katholische Geistliche und Ordensangehörige aus Hopferstadt. In: Hopferstadt - Ein Dorf im Ochsenfurter Gau. Hrsg.: Katholische Kirchenstiftung Hopferstadt, Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2006, S. 282 [2]
  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7, S. 598 f. (Germania Sacra Online)

Erläuterungen und Hinweise

  1. Ein Kanonikat ist das Amt eines Kanonikers oder Chorherrn in einem Domkapitel oder in einem Stiftskapitel, das meist mit einer Pfründe verbunden ist.
  2. Die Chronik von Hopferstadt „Hopferstadt - Ein Dorf im Ochsenfurter Gau“ kann über das Pfarrbüro der Pfarreiengemeinschaft Tückelhausen käuflich erworben werden.