Erlabrunner Käppele

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Das Erlabrunner Käppele
Innenansicht des Erlabrunner Käppele

Das Erlabrunner Käppele „Maria Hilf“ ist eine kleine Wallfahrtskapelle auf dem Volkenberg bei Erlabrunn. Beim Bau der Kapelle stand diese auf einer freien Fläche, heute steht sie am Rand des größten Schwarzkiefernwaldes Deutschlands. Von der Kapelle aus hat man einen guten Blick über Erlabrunn und das Maintal bis nach Würzburg.

Geschichte und Ausstattung[Bearbeiten]

Eine Inschrift an der Rückseite der Kapelle lautet: „TISEN PILSTOCK HAT IOHANN MÜLLER VON ERLENPRUNN MACHEN LASSEN – 1773“, wobei Bildstock mit einer Feldkappele gleichzusetzen ist. Die heutige Kapelle hat die Witwe Katharina Küffner aus Leinach 1875 errichten lassen, wobei Handwerker aus den Nachbargemeinden großteils ehrenamtlich am Bau beteiligt waren. Den Namen „zu Ehren Maria Hilf“ trägt die Kapelle, da eine 1,20 m große Marienstatue vorhanden ist, die in Aufzeichnungen von 1875 als „Maria Hilf“ bezeichnet wurde. Die offizielle Einweihung erfolgte am 24. September 1876.

Patronat[Bearbeiten]

Das Fest „Maria - Hilfe der Christen“ - „Auxilium“ ist lateinisch für „Hilfe“ - das „Schutzmantelfest“, wurde von Papst Pius VII. eingeführt, als er nach dem Sieg über Napoleon am 24. Mai 1814 nach Rom zurückkehren konnte. Gedenktag ist der 24. Mai.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kapelle ist ein kleiner Saalbau mit Dachreiter und Zwiebelhaube aus dem 19. Jahrhundert. Sie bietet Platz für nur wenige Personen und ist ein rechteckiger Bau mit Zwiebeltürmchen. Dessen Glocke kann aber jedermann läuten lassen, da das Glockenseil frei zugänglich ist.

Veranstaltung[Bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe findet jährlich an Christi Himmelfahrt das Erlabrunner Bergfest statt. 2012 waren Sanierungsmaßnahmen für das Käppele in Höhe von etwa 17.000 Euro nötig, daher wurde ein spezieller Kalender 2012 über die Kapelle herausgebracht. Außerdem wurde von verschiedenen Vereinen um Spenden gebeten. [1]

Sage[Bearbeiten]

Der Sage nach lebte ein Einsiedler auf dem Volkenberg und wurde regelmäßig von Dorfbewohnern um dessen weisen Rat gefragt. Als ein Rittersmann ihn aufsuchte, fanden sie heraus, dass sie Brüder waren und in der zerstörten Falkenburg aufgewachsen waren. Zum Dank für das Zusammenfinden der Brüder ließen sie eine kleine Kapelle errichten. Diese Sage wurde im Schauspiel Gebrochene Schwingen aufgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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