Bodo II. von Ravensburg

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Bodo II. von Ravensburg war Stiftsministeriale und Lehensmann im Bistum Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Bodo stammte aus dem fränkischen Geschlecht der von Ravensburg. Die Stammburg der Würzburger Ministerialenfamilie ist die heutige Ruine Ravensburg bei Thüngersheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Bodo II. tritt erstmal gemeinsam mit seinem älteren Bruder Heinrich I. von Ravensburg im Jahr 1194 als Urkundenzeuge in Erscheinung.

Als der Würzburger Bischof Konrad von Querfurt zur Behebung finanzieller Schwierigkeiten des Hochstift Würzburg die Stiftsministerialen mit Sonderopfern bedachte, ermordeten Bodo und sein Bruder den bischöflichen Schutzvogt Eckhart de Foro, der in Würzburg vom Grafeneckart aus seine Geschäfte versah. Da sich der Bischof durch diesen Terrorakt nicht einschüchtern ließ, brachten Bodo und sein Komplize Heinrich von Falkenberg am 3. Dezember 1202 auch den Bischof um, als er auf dem Weg zum Marmelsteiner Hof war.

Nach dem päpstlichen Bann wurde er außergewöhnlich schnell begnadigt. Er musste ins Heilige Land pilgern, kehrte von dort aber reicher zurück, als er hingefahren war. Die verhängte Buße, wie der Abriß der Ravensburg wurde erst nach weiteren Untaten Bodos vollzogen. Seine wegen des Bischofsmords zunächst eingezogene Wasserburg in Werneck, befand sich eines Tages wieder in seinem Besitz und ging erst am Ende seines Lebens durch eine Schenkung auf den Deutschen Orden über.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Werneck hat im Neubaugebiet eine Straße nach ihm benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]