Bildstock Klaus von der Flüe (Roßbrunn)
Der Bildstock Klaus von der Flüe ist ein Denkmal in der Gemarkung des Waldbüttelbrunner Ortsteils Roßbrunn.
Standort
Das Denkmal religiöser Frömmigkeit steht unter zwei großen Linden an der Ortsverbindungsstraße (Aalbach-Radweg) zwischen Mädelhofen und Roßbrunn in der Flurlage „Am Kirchenweg“.
Geschichte
Als der Landwirt Ludwig Steigerwald bei einem schweren Gewitter sein Pferd durch einen Blitzschlag verlor, er selbst aber überlebte, ließ er 1966 aus Dankbarkeit am Grenzgraben zwischen Mädelhofen und Roßbrunn einen Bildstock errichten. Der Roßbrunner Fließenleger Ludwig Weißkopf führte die Maurerarbeiten durch und die Mädelhofer Malerin Margarete Horn erstellte das Tonrelief.
Markusprozession
Die erste Bittprozession im Kirchenjahr, die Markusprozession [1] Ende April, führt von Roßbrunn nach Mädelhofen. Dabei ist es üblich, dass eine Ministrantenabordnung mit dem Pfarrer aus Mädelhofen der Prozession entgegenläuft und sie auf der Höhe des Bildstocks trifft.
Beschreibung
Das rechteckige Tonrelief zeigt Szenen aus dem Leben von Klaus von der Flüe.[2]
Inschriften
- Basis des Tonreliefs: Friede ist nur in Gott - und Gott ist der Friede / Herr nimm mich mir - und gib mich ganz zu eigen Dir
Bildergalerie
Siehe auch
Quellen
- Kulturweg „Waldsassengau6: Uettingen/Rossbrunn/Mädelhofen – Signalhorn – Posthorn – Jagdhorn“ des Archäologischen Spessartprojekts
Einzelnachweise, Erläuterungen und Hinweise
- ↑ Am 25. April ist der Gedenktag des heiligen Markus. In den katholischen Kirchen wird an diesem Tag zum ersten Mal der Wettersegen gebetet, der dann bis zum Fest der Kreuzerhöhung am 14. September immer nach dem Gottesdienst am Sonntag seinen festen Platz hat. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird der Wettersegen als Schlusssegen nach der Messe erteilt. Mancherorts wird mit der Markusprozession am 25. April auch der Reigen der Bittprozessionen eingeleitet. An diesem Datum – den 7. Kalenden des Mai – fanden bereits in Rom Prozessionen statt, um die Götter für Haus und Feld gnädig zu stimmen. Die Christen übernahmen den Tag der Prozession, der zufälligerweise auf den Gedenktag des heiligen Markus fiel und so eröffnete jahrhundertelang der Flurumgang am Markustag den Reigen der Bittprozessionen und Wallfahrten. (Quelle: „Brauchtum in Ostbayern: Der Markustag“ auf www.bistum-regensburg.de)
- ↑ Klaus von der Flüe (1417-1487) gilt als Schutzpatron der Schweiz und wurde 1947 heiliggesprochen. Der Mystiker wurde vor allen Dingen in der Nachkriegszeit als Friedensstifter verehrt. Weitere Informationen bei Wikipedia [1].