Bernhard Koch

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bernhard Koch (* 11. Juli 1877; ) war erster Pfarrer der Kirchengemeinde Deutschhauskirche-Erlöserkirche.

Geistliche Laufbahn

Am 1. Oktober 1922 übernimmt Pfarrer Koch, aus Uffenheim kommend, die dritte Pfarrstelle in St. Stephan. Sein neuer Pfarrsprengel besteht aus den linksmainischen Gebieten der Stadt Würzburg (Mainviertel, Zellerau, Leistengrund und Steinbachtal, sowie die Gemeinden Zell a. Main, Margetshöchheim, Erlabrunn, Hettstadt, Waldbüttelbrunn und Höchberg. Pfarrer Koch hält Bibelstunden in einem gemieteten Raum in der Zeller Straße, alle Gottesdienste werden weiterhin in der St. Stephanskirche abgehalten, da er eine völlig entleerte, vielfach demolierte Deutschhauskirche vorfand und keine finanziellen Ressourcen zur Instandsetzung absehbar waren. Am Reformationstag 1922 hält Koch seine erste Gemeindeversammlung ab, die beschließt, dass die evangelische Gemeinde Mainviertel-Zellerau offiziell den Namen Evangelische Deutschhausgemeinde führen soll. Im Januar 1923 beginnt er mit dem Innenausbau der Kirche, sucht Gönner und sammelt Spender. Am Weihnachtsabend konnte der erste evangelische Gottesdienst auf geliehenen Wirtshausstühlen dort gefeiert werden. Die Weltwirtschaftskrise erschwerte die Finanzierung der Bauarbeiten durch eine galoppierende Inflation. Am 1. Adventssonntag 1923 wird die Deutschhauskirche feierlich geweiht und 1924 werden die neuen vier Glocken im Turm aufgehängt. Anfang 1925 wird die Gemeinde selbstständig und erhält eine eigene Kirchenverwaltung und Pfarrer Koch erhält die erste Pfarrstelle. Am 15. November 1925 verläßt Bernhard Koch die Deutschhausgemeinde.

Siehe auch

Quellen

  • Elfriede und Wolfgang Höffgen, Die Deutschhausgemeinde im Wandel der Zeiten, Chronik der Deutschhausgemeinde Würzburg 1922 - 2002, Würzburg, 2002, S. 6 ff.