Würzburger Büttnerzunft

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Die Berufsgruppe der Büttner fertigt hölzerne Gefäße, insbesondere Fässer und Butten. In Mainfranken ist dieses Handwerk traditionell eng mit dem Weinbau verbunden.

Zunft[Bearbeiten]

Die Würzburger Büttnerzunft gehört zu den ältesten Zünften der Stadt. Dieses Handwerk war bereits 1259 in einer zunftmäßigen Ordnung vereinigt. Am 15. November 1373 erscheint die Büttnerzunft erstmals offiziell in einer Bündnisurkunde, welche den Zusammenschluss der Meister aller Würzburger Zünfte dokumentiert. Das Zunftsiegel ist mit dem Schriftzug „S(IGILLUM) DOLEATORUM HERBI(POLE)NSIS“ (Siegel der Würzburger Büttner) umrandet.

Ursprünglich waren die Büttner auch mit der Pflege und dem Abfüllen des Mosts befasst. Die Tätigkeit des Kellermeisters entwickelte sich erst später zu einem eigenständigen Berufszweig. Als von staatlicher Seite im 19. Jahrhundert die Zünfte aufgelöst wurden, wandelte Heinrich Keller, der letzte Zunftmeister, die Vereinigung in die „Genossenschaft des Büttnergewerbes Würzburg“ um. So verblieben die Eigentumsrechte an den Zunftobjekten bei den Büttnern. Die Genossenschaft wirkte insbesondere in der Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses. Im Zuge der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts gingen die handwerklichen Büttnerbetriebe stark zurück. Der Beruf ist aber noch nicht ausgestorben. Bei spezifischen Anlässen (z.B. Festungsfest) zeigen die Holzbüttner öffentlich ihr handwerkliches Können.

Lokalisierung[Bearbeiten]

Die Büttner waren historisch in der Büttnergasse angesiedelt. Hier hatten sie guten Zugang zu dem benötigten Holz, das am Mainkai gehandelt wurde und zum Wasser, das sie für die Bearbeitung benötigten. Die Ansiedlung am Rand der ummauerten Stadt begründete sich auch mit der von den Betrieben ausgehenden Feuergefahr und Lärmbelastung. Die Errichtung der Büttnergasse ist Mitte des 12. Jahrhunderts anzunehmen, noch im 14. Jahrhundert waren Büttnerbetriebe ausschließlich in diesem Bereich zu finden[1].

Büttnermeister (Auswahl)[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Winfried Schich: Würzburg im Mittelalter. Böhlau Verlag, Köln Wien 1977. S. 150ff