Maxstraße

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Maxstraße  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070


Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Maxstraße mündet in die Hofstraße, andererseits am Kardinal-Faulhaber-Platz in die Spiegelstraße.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist der ehemalige König von Bayern, Maximilian II. Joseph von Bayern. [1] [2]

Entstehung[Bearbeiten]

Katzenwicker Hof (Gemälde von August Christian Geist von 1859)

Zwischen Hofstraße und heutiger Balthasar-Neumann-Promenade bis über die heutige Maxstraße hinweg erstreckte sich seit dem 12. Jahrhundert der Katzenwickerhof, einer der ältesten Domherrnhöfe in Würzburg. Er markierte gleichzeitig die Spitze der mittelalterlichen fünfeckigen Stadtbefestigung (Bischofsmütze). 1855 wurde im Zuge städtebaulicher Umgestaltungen zur Errichtung des Ludwigsbahnhofs (1857) auch der Katzenwickerhof abgerissen. Dessen Gelände wurde in mehrere Grundstücke unterteilt und für die Zufahrt zum Ludwigsbahnhof die Maxstraße (benannt nach König Max II.) geschaffen.

Königlicher Erlaß von 1865

Maxstraße 2: 1856 erfolgte die Grundsteinlegung für die „Maxschule“ anläßlich des 50jährigen Jubiläums des Polytechnischen Vereins. 1859 bezogen der Polytechnische Verein sowie die Kreislandwirtschafts- und Gewerbeschule das Gebäude Maxstraße 2. Sie waren zuvor im Dominikanerkloster untergebracht. Aus der Gewerbeschule entwickelte sich die Kreisrealschule, die ab 1907 drei Aufbaustufen für eine Oberrealschule erhielt. Sie bezog 1910 den Neubau der „Kgl. Kreisoberrealschule“ am Sanderring 8.

Die Sammlungen des Historischen Vereins waren hier für einige Jahre ausgestellt, wurden später in die Residenz verlegt. Freigewordene Räumlichkeiten wurden sowohl als Büros als auch zu diversen Unterrichtszwecken genutzt.

Maxstraße 4: 1865 wurde „auf seiner Koeniglichen Majestät allerhoechsten Befehl“ auf diesem Gelände der Bau des Chemischen Instituts verfügt. Der Neubau Maxstraße 4 wurde 1866/67 eingeweiht, aber bereits 1874 waren Umbauten notwendig. Zum Wintersemester 1890/91 konnten die Kapazitäten durch eine Gebäudeerweiterung verdoppelt werden. Dem 1885 nach Würzburg berufenen Emil Fischer war auch dieser Neubau zu klein und das Ministerium bewilligte ihm 1892 den Neubau eines größeren Institut [3] am Pleicherring 11, das aber erst 1896 von dessen Nachfolger Arthur Hantzsch bezogen werden konnte. Nach Um- und Ausbauarbeiten des leeren Instituts wurde hier am 17. Mai 1913 das Fränkische Luitpoldmuseum eingeweiht. [4]

Mozart-Gymnasium / Programmkino Central[Bearbeiten]

Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde das Luitpold-Museum völlig zerstört. [5] Die teilweise erhaltenen Fassaden wurden abgebrochen, in den 50er Jahren wurde an dieser Stelle das Mozart-Gymnasium errichtet. Seit dessen Zusammenlegung mit dem Schönborn-Gymnasium werden die Räume wieder von unterschiedlichen Organisationen genutzt. Von November 2010 bis Oktober 2016 war die Aula Spielstätte des Programmkinos Central.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Mainfranken Theater


Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 268
  2. Adreßbuch Stadt Würzburg und Umgebung 1977. Verlag Universitätsdruckerei H. Stürtz AG, Würzburg 1976, S. II - 132
  3. Klaus Koschel und Gerhard Sauer: Zur Geschichte des Chemischen Instituts der Universität Würzburg. Eigenverlag der Universität 1968, S. 35
  4. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 270 ff.
  5. Video über das zerstörte Würzburg nach dem Bombenangriff des 16. März 1945 bei www.mainpost.de

Quellen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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