Bruno Rottenbach

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Bruno Rottenbach (* 24. Oktober 1912 in Roschütz bei Gera; † 7. September 2013 in Tauberbischofsheim) war der erste Pressesprecher der Stadt Würzburg und hat über 40 Jahre lang als Journalist in Würzburg gewirkt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die ersten journalistischen Erfahrungen machte er mit 14 Jahren als Verfasser einer Jugendseite. Nach dem frühen Kriegstod seines Vaters und einer Erkrankung seiner Mutter, musste er seine Schulzeit nach der sogenannten „Mittleren Reife“ beenden, um einen Beruf zu erlernen und Geld zu verdienen. Eine kaufmännische Lehre brach er jedoch wieder ab, um sein eigentlich angestrebtes Berufsziel Journalismus zu verwirklichen.

Journalist und Redakteur[Bearbeiten]

Als zunächst freier Mitarbeiter der Fränkischen Nachrichten wurde Rottenbach 1948 Redaktionsmitglied und leitete in schwerer Aufbauarbeit die Lokalredaktion in Tauberbischofsheim. Er initiierte und redigierte unter anderem den Fränkischen Heimatkalender und fungierte schließlich als stellvertretender Chefredakteur.

1952 wechselte er in die Redaktion des Fränkischen Volksblatts nach Würzburg.

Pressereferent der Stadt[Bearbeiten]

Von 1965 bis 1977 war Rottenbach Pressereferent der Stadt Würzburg. In dieser Zeit ist er maßgeblich daran beteiligt, die Städtepartnerschaft mit Caen in der Normandie, die 1962 aus der Taufe gehoben wurde, mit Leben zu erfüllen.

In allen Zeiten ist Rottenbach mit Leidenschaft freier Journalist geblieben. Von Würzburg aus verfasste er zahlreiche Bücher und eine Vielzahl an Artikeln, darunter vier Jahrzehnte lang bis 2002 exakt 2000 Feuilleton-Kolumnen „Rundblick vom Käppele“.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Als Nachfolger Heiner Dikreiters war Bruno Rottenbach ab 1966 Floßmäster der Hetzfelder Flößerzunft.

Ruhestand[Bearbeiten]

Auch nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand 1977 war er weiter journalistisch tätig und schrieb mehrere Bücher. Seit 1991 wohnte er im Seniorenzentrum Haus Heimberg in Tauberbischofsheim. Hier war er mit seinen 100 Lebensjahren vermutlich der älteste Redakteur einer regelmäßig erscheinenden Publikation in Deutschland, des „HeimBergBoten“, einer vierteljährlich erscheinenden 32seitigen Haus-Zeitschrift des Seniorenzentrums, die er 2004 gründete.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

1976 erhielt er für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Werke[Bearbeiten]

  • Würzburger Straßennamen, Band I, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967
  • Würzburger Straßennamen, Band II, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1969
  • 650 Jahre Bürgerspital zum Heiligen Geist in Würzburg, Echter Verlag, Würzburg 1969
  • 70 Jahre Hetzfelder Flößerzunft - Jubiläumsschrift für Mitglieder und Freunde, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1975
  • Geliebte Stadt am Main. Acht Jahrhunderte preisen Würzburg, Echter Verlag, Würzburg 1977
  • Würzburg im Jahreslauf, Echter Verlag, Würzburg 1978
  • Würzburg Report: Junges Leben in einer alten Stadt. (Würzburg Report 1968-1978), Stadt Würzburg 1978
  • Richard Rother - Ein Künstlerleben zwischen Main und Reben, Echter Verlag, Würzburg 1978
  • Es ist ein hartes Handwerk, eine schöne Frau zu sein. Das Bild des heutigen Würzburg nach dem Wiederaufbau - Die Europastadt öffnet sich zum Main. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. von Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 263-280
  • Randersacker: Hineingebaut in Stein und Wein, Weinbauverein Randersacker 1979
  • Richard Rother - Ein Künstler und Lebenskünstler, Echter Verlag, Würzburg 1980
  • Weihnacht in Franken: 40 Holzschnitte von Richard Rother mit Texten von Bruno Rottenbach, Echter Verlag, Würzburg 1980
  • Yehuda Amichai - Zwischen Würzburg und Jerusalem - Ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal - Herausgegeben von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1981
  • Würzburg ehemals, gestern und heute, J.F. Steinkopf Verlag, Stuttgart 1982
  • Chronik Markt Randersacker. Heimatbuch der Gemeinde Randersacker und des Ortsteiles Lindelbach, Echter Verlag, Würzburg 1988
  • Franz Martin. Ein Würzburger Bildhauer 1904 - 1959, Echter Verlag, Würzburg 1990
  • Das Flößerbuch. Die Künstlergilde Hetzfelder Flößerzunft, Würzburg 1990
  • Tauberfränkische Schatztruhe - Versuch einer Anthologie, Verlag Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 1994

Weblinks[Bearbeiten]