Stelzenmühle (Baldersheim)
| Stelzenmühle | |
| Ortstyp | Einöde |
| Stadtteil | Baldersheim |
| Stadt | Aub |
| Landkreis | Würzburg |
| Regierungsbezirk | Unterfranken |
| Freistaat | Bayern |
| Land | Deutschland |
| Kfz-Kennzeichen | WÜ / OCH |
| Einwohner | 6 |
| Postleitzahl | 97239 |
| Eingemeindung | 1. Januar 1978 |

Die Stelzenmühle ist eine ehemalige Mühle an der Gollach mit landwirtschaftlichem Anwesen unterhalb der Reichelsburg.
Lage
Die Stelzenmühle liegt an der Gollach südöstlich der Gemeinde Baldersheim unterhalb des Gaubahn-Radweges.
Namensgeber
Namensgeber ist die unmittelbar angrenzende Flurlage Stelzenholz und der Stelzenbach, der oberhalb der Mühle in die Gollach fließt.
Geschichte
Eine erste urkundliche Erwähnung stammt von 1338: Der Geistliche der neu gegründeten Kaplanei auf Reigelsberg bekommt eine Wohnstatt im Bauernhof unterhalb der Schütt in der heutigen Stelzenmühle. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Getreidemühle oberschächtig durch den Stelzenbach getrieben, der in einer Rinne aus kernigem Eichenholz über das Mühlrad geleitet wurde. Unter der Getreidemühle trieb die Gollach (über einen Mühlbach abgezweigt) unterschächtig die Gipsmühle an. In den 1870er Jahren wurde die Mühle als baufällig erklärt und ging an den Raiffeisenverein über. Mühle und Scheune wurden später abgerissen. Das massiv gebaute Wohnhaus stammt wohl aus den 1870er Jahren. Am Abend des 13. August 1924 entluden sich über dem Einzugsbereich der oberen Gollach schwere Regenfälle, so dass diese schnell anschwoll. Beim Schmied Johann Hoos in der Stelzenmühle wurden Getreidevorräte und Stroh vom Hochwasser fortgespült. Ab 1933 ist das Landwirtschaftsanwesen Stelzenmühle im Besitz der Familie Pfeuffer und die früheren Mühlengebäuden und Wasserläufen verschwanden. 1949 wurden zwei Scheunen und 1961 das Stallgebäude errichtet. 1970 kam ein Garagengebäude im Hof dazu.
Neue Besitzer bauten ab 2013 das Stallgebäude zum Wohnhaus um, demontierten die ehemalige Scheune und bauten die Garage zum Pferdestall um. Das historische Einfahrtstor blieb an einem neuen Standort erhalten. Ab 2015 erfolgte die Renovierung des massiven Wohnhauses und die Einrichtung von Ferienwohnungen.
Heutige Nutzung
Das Anwesen wird als Wohnhaus mit Ferienwohnungen und Pferdestall genutzt.
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Heimatverein Aub (Hrsg.): Auber Geschichtsblätter - Beiträge zur Auber Stadtgeschichte. Nr. 8, 1. Jahrgang
