Philharmonischer Chor St. Stephan

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Der Philharmonische Chor St. Stephan wurde 1973 von Werner Wolfrum gegründet und existierte 34 Jahre lang bis 2007.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Chor war von besonderer Bedeutung für die evangelische Kirchenmusik Unterfrankens. Seit 1952 war vor allem Hermann Schem (1904 - 1976) an St. Stephan bei der Reorganisation des Würzburger Chorwesens nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert. [1]

Chorgründung[Bearbeiten]

Werner Wolfrum hatte 1970 die hauptamtliche Kantorenstelle in St. Stephan angetreten. In dieser Funktion war er für die Gestaltung der Gottesdienste zuständig und stellte einen Kirchenchor, einen Figuralchor und einen Oratorienchor zusammen. Aus den Sängern dieser drei Chöre entwickelte sich der „Philharmonische Chor St. Stephan“, der 1973 gegründet wurde. [2] Mit Mozarts Krönungsmesse begann der Chor sein Wirken in Würzburg und stellte sich dem Publikum regelmäßig mit großen Orchesterkonzerten vor.

In den 1990er Jahren gehörten ihm über 125 Sängerinnen und Sänger an. Es hatte sich herumgesprochen, dass in dem Anbau neben der Stephanskirche mit Stimmbildnerin und Korrepetitoren gearbeitet wurde.

Repertoire[Bearbeiten]

Zweimal im Jahr – was mit den Kirchenmusikern Siegfried Koesler vom Kiliansdom und Christian Kabitz von der St. Johanniskirche abgesprochen wurde – standen ehrgeizige Projekte auf dem Programm. Wolfrum und seine Leute erarbeiteten Bach-Passionen und Mozart-Messen, Verdi- und andere Requien, die großen Mendelssohn-Oratorien, Brahms und Haydn.

Ende des Chors[Bearbeiten]

Am 18. November 2007 beendete er sein Wirken mit Haydns „Schöpfung“. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siegfried Koesler: Kirchenmusik, in: Ulrich Konrad: Musikpraxis, Musikerziehung und musikalisches Gewerbe, S. 193-195, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 191-246, S. 195
  2. Frohmut Dangel-Hofmann: Würzburg, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, 2. Auflage, hrsg. von L. Finscher, Sachteil, Bd. 9, Kassel und Stuttgart 1998, Sp. 2089-2098, Sp. 2095 (Kirchenmusik)
  3. Main-Post: „Und Haydns Schöpfung wird zum Abgesang“ (16. November 2007)