Michael Hofmann (Archivar)

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Dr. Michael Hofmann (* 13. August 1903 in Waischenfeld/Lkr. Bayreuth; † 7. November 1968) war Jurist und leitete das Staatsarchiv Würzburg von 1958 bis zu seiner Pensionierung.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Michael Hofmanns Vater hatte eine kleine Landwirtschaft und führte einen Laden; seine Mutter war eine Lehrerstochter. Nach dem Besuch der Volksschule von 1910 bis 1914 besuchte er in Bamberg das humanistische Alte Gymnasium und wohnte im Studienseminar Aufseesianum. Danach studierte Hofmann zunächst ein Semester in Bamberg, in der Absicht, Theologe zu werden. Im zweiten Semester entschied er sich aber für das juristische Studium, das er in München und an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg absolvierte und mit der Promotion abschloss. Nach dem Ersten juristischen Staatsexamen trat er 1928 in den bayerischen Archivdienst ein. 1932 bestand er die große Staatsprüfung zum Archivdienst und war ab 1933 als dritter wissenschaftlicher Beamter dem Staatsarchiv Bamberg zugewiesen. Hofmann wirkte an den Universitäten Erlangen, Frankfurt am Main und Würzburg als Lehrbeauftragter für fränkische Rechtsgeschichte. 1945 wurde er aus politischen Gründen seiner Stelle enthoben und war dann Redaktionsmitglied, Abteilung Feuilleton, der Bamberger Tageszeitung Fränkischer Tag, bis er 1956 an seine frühere Stelle im Bamberger Staatsarchiv zurückkehrte.

Leiter des Staatsarchivs Würzburg[Bearbeiten]

Seit 1958 war Hofmann als Nachfolger von Paul J. Fraundorfer Leiter des Würzburger Staatsarchivs bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand. Zwischen 1960 und 1964 war Hofmann zeitgleich wissenschaftlicher Leiter der Gesellschaft für Fränkische Geschichte.

Publikationen[Bearbeiten]

Hofmann arbeitete mit an den Anthologien Antike Weisheit (1931) und Antike Briefe (1935), sowie dem Tusculum-Kalender (1933). In Zusammenarbeit mit Carl Orff entstand 1937 der Text für die Carmina Burana.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]