Matthias Stickler

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Prof. Dr. Matthias Stickler

Prof. Dr. Matthias Stickler (* 31. Mai 1967 in Aschaffenburg) ist ein Historiker und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur in Aschaffenburg studierte Stickler zwischen 1988 und 1993 Geschichte, Germanistik und Sozialkunde auf Lehramt an der Universität Würzburg. Nach der Ersten Staatsprüfung wurde er 1996 in Würzburg promoviert. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte II am Institut für Geschichte und habilitierte sich 2003.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

2010 wurde Stickler zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seine Hauptforschungsgebiete sind Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg und ihre Integration in Westdeutschland. Weitere Interessensgebiete sind die Habsburgermonarchie, vergleichende Völkermordforschung, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Universitäts- und Studentengeschichte. Seit 1. Oktober 2011 ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Hochschulkunde. Seit 2014 unterstützt er den Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung bei der Herausgabe des Jahrbuchs und hält Vorlesungen an den Universitäten Bonn und Mainz. Seit 2017 ist Matthias Stickler 1. Vorstand der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte.

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

  • Erzherzog Albrecht von Österreich. Selbstverständnis und Politik eines konservativen Habsburgers im Zeitalter Kaiser Franz Josephs. Diss. Würzburg. Husum 1997 (= Historische Studien, Band 450).
  • "Der Burschen Herrlichkeit". Geschichte und Gegenwart des studentischen Korporationswesens. Hg. von Harm-Hinrich Brandt und Matthias Stickler. Würzburg 1998 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Band 8).
  • Zwischen Korporation und Konfrontation. Beiträge zur Würzburger Universitäts- und Studentengeschichte. Hg. von Bernhard Grün, Johannes Schellakowsky, Matthias Stickler und Peter A. Süß. Köln 1999.
  • Ostdeutsch heißt Gesamtdeutsch. Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der deutschen Vertriebenenverbände 1949-1972, Düsseldorf 2004 (= Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Bd. 46).
  • Portraits zur Geschichte des deutschen Widerstands (= Historische Studien der Universität Würzburg, Band 6). Hg. von Matthias Stickler unter Mitwirkung von Verena Spinnler, Rahden/Westfalen 2005.
  • „Italien am Main“. Großherzog Ferdinand III. der Toskana als Kurfürst und Großherzog von Würzburg. (= Historische Studien der Universität Würzburg, Band 7). Hg. von Wolfgang Altgeld und Matthias Stickler unter Mitarbeit von Verena Spinnler. Rahden/Westf. 2007.
  • Religiöse und konfessionelle Minderheiten als wirtschaftliche und geistige Eliten (16. bis frühes 20. Jahrhundert) (Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit, Bd. 28). Hg. von Markus A. Denzel, Matthias Asche und Matthias Stickler. St. Katharinen 2009.
  • "Was vom Alten Reiche blieb". Deutungen, Institutionen und Bilder des frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Hg. von der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit. Koordination: Matthias Asche, Thomas Nicklas und Matthias Stickler (= A-Reihe, Bd. 134). München 2011.
  • Jenseits von Aufrechnung und Verdrängung. Neue Forschungen zu Flucht, Vertreibung und Vertriebenenintegration. Hg. von Matthias Stickler (Historische Mitteilungen – Beihefte 86). Stuttgart 2014.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

1993 wurde Stickler Mitglied der K.D.St.V. Gothia Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]