Martin Oechsner

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Dr. Martin Oechsner

Dr. Martin Oechsner (* 15. Januar 1911 in Ochsenfurt; † 24. März 1972 ebenda) war praktischer Arzt und von 1956 bis 1972 Erster Bürgermeister der Stadt Ochsenfurt.

Leben und Wirken

Martin Oechsner wurde als ältester Sohn des Bäckermeisters Georg Oechsner in Ochsenfurt geboren. Nach dem Studium der Medizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und in München promovierte er 1936 über die Krebsforschung. Nach seinem Kriegsdienst war er als praktischer Arzt zunächst in Gaukönigshofen und dann in Ochsenfurt tätig.

Seine Heimatverbundenheit, die Erlebnisse während und nach dem Zweiten Weltkrieg und das Erkennen der Notwendigkeit entschlossenen Handels auf Grund der Nachkriegssituation, haben ihn wohl bewogen, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.

Mit weiteren fünf gewählten Kandidaten der UPW zog Oechsner 1952 in den Stadtrat ein und saß zusätzlich noch im Kreistag im Landkreis Ochsenfurt von 1952 bis 1972, wo er zeitweise Fraktionsvorsitzender der UPW-Fraktion war.

Bürgermeister von Ochsenfurt

1956 wurde er als Gemeinschaftskandidat aller Parteien und Fraktionen in das Bürgermeisteramt gewählt. Seinen Patienten stand er aber auch dann noch weiterhin als Hausarzt uneingeschränkt zur Verfügung.

In seine Amtszeit fielen der Wiederaufbau der Alten Mainbrücke, der Bau der Bahnunterführung am Wolfgangsberg, der umfangreiche, eigene Wohnungsbau durch die Stadt in der Lindhard/Bärentalsiedlung, die Förderung des allgemeinen Wohnungsbaues durch Bereitstellung von Bauland und die Ausweisung von Industriegelände zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das Freibad Ochsenfurt auf der Maininsel sowie weitere Sportstätten wurden neu gebaut und zahlreiche Verschönerungsarbeiten im Stadtgebiet durchgeführt. Oechsners Bestreben war es, dass seine Vaterstadt mit gleich großen Städten konkurrieren könne und Ochsenfurt zu einer Perle im Frankenland werde.

Ehrungen und Auszeichnungen

Posthume Würdigung

Die Stadt Ochsenfurt hat eine Grünanlage, die Dr.-Martin-Oechsner-Anlage, nach ihm benannt.

Siehe auch

Quellen

Weblinks