Lothar I.

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Lothar I. (* 795; † 29. September 855 in Prüm/Eifel) war von 814 bis 817 König von Bayern, von 823 bis 855 römischer Kaiser (bis 840 als Mitkaiser) und von 843 bis 855 König im Mittelreich.

Leben und Wirken

Ab August 814 regierte er Bayern und im Juli 817 wurde er bei der Teilung des Reichs durch Ludwig dem Frommen Mitkaiser. Zu Ostern am 5. April 823 erhielt er von Papst Paschalis I. die Kaiserkrone.

Als Ludwig der Fromme dem von seiner zweiten Gemahlin Judith geborenen Sohn Karl dem Kahlen im August 829 auf dem Reichstag zu Worms Alemannien zubestimmte, empörten sich die drei Söhne aus erster Ehe gegen den Vater und setzten ihn 830 ab. 831 wurde Ludwig jedoch wieder befreit und Lothar verlor die Regentschaft.

Seine Brüder verbündeten sich mit ihrem abgesetzten Vater Ludwig und holten diesen auf den Thron zurück. Lothar musste sich im Juni 834 unterwerfen. Er behielt nur noch Italien als Unterkönig, das er ohne Zustimmung seines Vaters nicht mehr verlassen durfte. 839 erhielt er Austrasien zurück. Nach seines Vaters Tod beanspruchte Lothar die volle Anerkennung als Kaiser, jedoch schlugen ihn seine Brüder Karl und Ludwig II. der Deutsche in Burgund am 25. Juni 841. Im Vertrag von Verdun vom 10. August 843 behielt Lothar außer der Kaiserwürde und Italien nur Burgund und die Länder zwischen Rhein, Maas und Schelde bis an die Nordsee mit den beiden Hauptstädten Rom und Aachen, das sog. Mittelreich. Bereits schwer erkrankt, teilte Lothar I. am 19. September 855 sein Reich unter seinen Söhnen auf. Stein ältester Sohn Ludwig II. erhielt die Kaiserwürde und Italien.

Siehe auch

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