Konrad-von-Querfurt-Denkmal

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Denkmal für Konrad von Querfurt

Das Konrad-von-Querfurt-Denkmal ist heute vor dem Burkardushaus in die Mauer integriert und im Eigentum des Bischöflichen Stuhls.

Geschichte

Das Denkmal erinnert an Bischof Konrad von Querfurt, der am 3. Dezember 1202 an dieser Stelle ermordet wurde. Es handelte sich dabei um die Privatrache der adeligen Herren Bodo II. von Ravensburg und Heinrich von Falkenberg. Als Grund ist überliefert, dass der Bischof das Edikt König Philipps gegen Straßenraub und Mord auch gegen einflussreiche Adelige angewandt hatte. Unter anderem war er zwei Jahre zuvor unerbittlich gegen die Mörder von Graf Eckhart de Foro vorgegangen. Konrad von Querfurt war Kanzler und Mitbegründer des Deutschen Ordens. Als Bischof von Würzburg amtierte er nur vier Jahre.

Standort

Ehemaliger Standort der Stele an der Mauerumfassung des Rasens vor dem Burkardushaus (vor 2015)

Das Denkmal befindet sich heute an der Ummauerung des Vorplatzes des Burkardushauses. Vor dem Umbau des Hauses befand sich die Stele freistehend vor 2015 an der Mauerumfassung der Rasenfläche vor dem Burkardushaus

Beschreibung

Es besteht aus einer bronzenen Schriftplatte von ca. zwei Metern Höhe. Die Tafel wurde 1953 von Julius Bausenwein gestaltet und ersetzte ein früheres Denkmal, das sich neben dem Bogeneingang zum Bruderhof befunden hatte. Dargestellt ist ein aufrecht stehender Bischofsstab und die Jahreszahl 1202, daneben eine Inschrift.

Inschrift

HIC PROCUMBO SOLO SCELERI QUIA PARCERE NOLO – VULNERA FACTA DOLO DENT HABITARE POLO – KONRAD VON QUERFURT BISCHOF v. WÜRZBURG.
(Übersetzung: Hier falle ich zu Boden, weil ich das Verbrechen nicht übergehen will. Die durch Hinterlist beigefügten Wunden mögen mich im Himmel wohnen lassen.) [1] [2]

Einzelnachweise

  1. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band I. Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967.
  2. Jörg Lusin: Würzburger Freiplastiken aus zehn Jahrhunderten: Ein Inventar und Wegweiser. Hart, Volkach 1980.

Siehe auch

Quelle

  • Thomas Wehner, Realschematismus der Diözese Würzburg, Dekanat Würzburg Stadt, 1992, S. 38