Josef Hofmann (Geistlicher)

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Josef Hofmann (* 29. Juni 1880 in Wörth am Main; † 15. April 1957 in Zellingen) war katholischer Geistlicher und von 1926 bis 1954 Ortspfarrer in Hilpertshausen.

Geistliche Laufbahn

Nach dem Studium der Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wurde er 1903 zum Priester geweiht. Aufgrund seiner schwachen Konstitution musste er mit knapp 30 Jahren in einen zeitweisen Ruhestand treten. Ab 1917 war er zunächst Kommorant [1], dann an gleicher Stelle Pfarrer in Rothenfels am Main.

Pfarrer in Hilpertshausen

1926 wurde ihm die Pfarrei St. Vitus (Hilpertshausen) übertragen, die er bis zu seiner Pensionierung 1954 leitete. Danach erhielt er bis zu seinem Tod ein Benefiziat [2] in Zellingen.

Ehrenamtliches Engagement

Ausgehend von seiner Mitgliedschaft in der Jugendbewegung Quickborn wuchs in ihm der Wunsch nach Pflege religiösen Kulturgutes. Er legte eine umfangreiche Sammlung der Volksfrömmigkeit an, die neben Hinterglasbildern, Ölgemälden, Klosterarbeiten, Skulpturen und liturgischem Gerät auch rund 25.000 kleine Andachtsbilder umfasste, die als Grundstock für ein künftiges Diözesanmuseum gedacht war.

Nachlass

Sein Nachlass befindet sich als Eigentum des Priesterseminars in den Sammlungen des bischöflichen Stuhls im Hof Conti.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ohne Ausübung der Seelsorge an einem Ort ansässiger Priester
  2. Ehemaliger Amtstitel der katholischen Kirche für einen Geistlichen, der seinen Unterhalt vom Ertrag einer Pfründe erhielt.

Quellen

  • Direktorium der Diözese Würzburg, Gesamtausgabe 2014/2015, S. 98
  • Heidrun Alzheimer, Volkskunde in Bayern - Ein biobibliographisches Lexikon der Vorläufer, Förderer und einstigen Fachvertreter, Würzburg 1991, S. 121 f.