Hund von Wenkheim

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Wappen der Familie Hund von Wenkheim nach Siebmacher

Die Familie Hund von Wenkheim (auch Hundt von Wenckheim) ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Geschichte

Einzelne Familienmitglieder stiegen im Deutschen Orden in hohe Positionen auf. Bekanntester Vertreter der Familie war Georg Hund von Wenkheim (1520–1572), Hochmeister des Deutschen Ordens von 1566–1572. Burghard II. Hund von Wenkheim entführte Martin Luther, als er auf dem Rückweg vom Wormser Reichstag, wo Kaiser Karl V. die Reichsacht über ihn verhängt hatte und brachte ihn auf die Wartburg bei Eisenach, wo er ein knappes Jahr als Junker Jörg lebte und das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Eberhard Friedrich Hund von Wenkheim (1647–1722) war der letzte Herr auf Altenstein, das dann an das Haus Sachsen-Meiningen überging.

Wappenblasonierung

Der Wappenschild zeigt einen schwarzgezäumten silbernen Rossrumpf auf rotem Grund. Die Helmdecken sind rot und silber. In der Helmzier wiederholt sich das Motiv des Wappenschildes.

Familiensitz

Das "Schloß" der Wenkheimer Herren war zunächst ein einfaches Herrenhaus ohne Befestigungen, und so erbaute Christoph Hund von Wenkheim im 16. Jahrhundert ein neues Schloss mit Ringmauer und von drei Türmen überragt. Dieses Schloss wurde 1673 von französischen Truppen unter General Henri de Turenne beschossen, zerstört und nie mehr aufgebaut.

Besitzungen im Landkreis Würzburg

Im Jahr 1414 kaufte die Adelsfamilie das Dorf Steinbach um 1000 Gulden vom Stift Magdeburg. Damit durften sie fortan im Dorf den großen und kleinen Zehnt erheben und hatten das Recht, den Seelsorger für die katholische St. Nikolauskirche in Steinbach vorschlagen zu dürfen. Im Jahre 1589 verkauften sie Dorf und Schloß Steinbach an Graf Heinrich IV. zu Castell, womit Steinbach zum evangelisch-lutherischen Glauben wechselte

Siehe auch

Quellen

  • Pfarrer Friedrich Hauck: Geschichte von Unteraltertheim und Steinbach. Verlag der Darlehenskasse, Unteraltertheim 1921, S. 9 f.

Weblinks