Hans Konrad Müller-Hermelink

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Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Konrad Müller-Hermelink (* 1943 in Tübingen) ist Pathologe und war Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg von 1985 bis 2009.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hans Konrad Müller-Hermelink begann sein Medizinstudium mit 19 Jahren in Tübingen. Nach einem Auslandssemester in Montpellier wechselte er nach Kiel, wo der sein Studium 1968 abschloss und zwei Jahre später promovierte. In seiner wissenschaftlichen Arbeit war er 15 Jahre in Kiel tätig und spezialisierte sich in der Erforschung vergrößerter Lymphknoten durch Infektionskrankheiten.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Müller-Hermelink war ab 1985 Lehrstuhlinhaber an der Universität Würzburg für allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie und Leiter des Pathologischen Instituts bis 2009. Zwischen 1991 und 1994 war er Dekan der Medizinischen Fakultät. Nach seiner Emeritierung wurde er Wissenschaftsdirektor der Medizinischen Fakultäten der Universitäten Kiel und Lübeck.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Zu seinen herausragende Leistungen zählt der Aufbau eines Referenz- und Konsultationszentrums für Lymphknotenpatholologie. Auf Basis dieses umfangreichen Anschauungsmaterials zur Lymphompathologie, entwickelte sich Müller-Hermelink zu einem weltweit führenden Lymphomexperten und erarbeitete als Mitglied der entsprechenden WHO-Kommission die aktuelle Klassifikation der Lymphome. Während seiner knapp 25 Jahren Tätigkeit als Würzburger Professor rief er das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung ins Leben. Müller-Hermelink hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Würzburger Biomedizin national und international große Anerkennung genießt und dass Erkenntnisse aus der experimentellen Forschung möglichst rasch in die klinische Anwendung einfließen konnten.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]