Gottfried Anton Wiedemann

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Gottfried Anton Wiedemann (+ 9. April 1747 in Neustadt an der Saale; † 30. März 1817 in Strüth) war katholischer Geistlicher und ab 1810 Ortspfarrer von Strüth.

Geistliche Laufbahn

Wiedemann trat am 25. April 1772 in das Würzburger Priesterseminar ein. Tonsur [1] und Minores [2] erhielt er am 13. Juni 1772. Zum Subdiakon wurde er am 19. Dezember 1772, zum Diakon 1773 geweiht. Die Priesterweihe erhielt er am 26. August 1773. Anschließend war er Kuratus am Hofspital in Würzburg und ab 1776 Hofmeister (= Erzieher und Hauslehrer für die Söhne des Hauses) am Hofe der Grafen von Fugger in Babenhausen (Schwaben). [3] Anschließend war er als Kaplan in Ochsenfurt tätig.

Von 1780 bis 1798 betreute Wiedemann die Gemeinde St. Laurentius in Thundorf in Unterfranken, von 1798 bis 1808 die Gemeinde Mariä Himmelfahrt in Neustadt an der Saale und vom 1. April 1808 bis 1810 die Gemeinde St. Laurentius in Obereuerheim.

Ortspfarrer in Strüth

Am 1810 bis zu seinem Tod wirkte Gottfried Anton Wiedemann als Ortsseelsorger für die Gemeinde St. Nepomuk und St. Wendelin in Strüth.

Siehe auch

Quellen

  • Großherzoglich Würzburgischer Hof- und Staats-Kalender: für das Jahr 1813, S. 276
  • Die Fundstellen zu den biografischen Angaben entstammen der Klerikerdatenbank des Diözesanarchivs Würzburg.

Erläuterungen und Hinweise

  1. Die Tonsur (lat. tonsura „Scheren“, von tondere „scheren“) ist die vollständige oder teilweise Entfernung des Kopfhaares aus religiösen Gründen oder die daraus entstandene Frisur. Sie ist aus verschiedenen Religionen wie Christentum, Buddhismus oder Hinduismus bekannt. Weitere Informationen bei Wikipedia [1].
  2. Unter den niederen Weihen (lateinisch [ordines] minores) wird eine Form der Beauftragung zu Diensten in der christlichen Kirche verstanden, die im Lauf der Kirchengeschichte verschiedene Ausprägungen und theologische Gewichtungen hatte. Kleriker, die die niederen Weihen empfangen hatten, wurden auch als Minoristen bezeichnet. Weitere Informationen bei Wikipedia [2].
  3. Die Ausbildung zum Priester und die anschließende Tätigkeit als Hofmeister war für junge, gebildete Kleriker dieser Zeit ein üblicher Karriereweg. Mit 29 Jahren war er im Jahr 1776 im idealen Alter, um als Hofmeister (Lehrer und Aufseher) am Hofe einer Adelsfamilie zu arbeiten. Im Jahr 1776 waren insbesondere die Söhne der Linie Fugger-Babenhausen (unter Graf Anselm Victorian) im schulpflichtigen Alter. Beispielsweise war der spätere Fürst Anselm Maria Fugger zu diesem Zeitpunkt 10 Jahre alt und benötigte genau die Art von privater Unterweisung, die ein Priester wie Wiedemann leisten konnte.
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