Gertrud von le Fort

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70-Pfennig-Briefmarke von 1975 mit dem Bildnis von Gertrud von le Fort

Gertrud von Le Fort (* 11. Oktober 1876 in Minden; † 1. November 1971 in Oberstdorf) war eine deutsche Dichterin.

Leben und Wirken

Gertrud verbrachte ihre Jugend in Rom, Marburg, Berlin und Heidelberg. Sie war Schülerin des evangelischen Theologen Ernst Tröltsch, konvertierte dann 1927 in Rom zur katholischen Kirche.

Werke

Zwischen 1924 und 46 erschienen u.a. folgende Werke:

  • Hymnen an die Kirche
  • Das Schweißtuch der Veronika
  • Der Papst aus dem Ghetto
  • Die Letzte am Schafott
  • Die Abberufung der Jungfrau von Barby
  • Der Kranz der Engel
  • Novelle Die Unschuldigen

Familiäre Zusammenhänge

Die Beziehung der Familie zur Stadt Würzburg lag darin begründet, dass Gertrud von Le Forts Großmutter mütterlicherseits aus Würzburg stammte. Sie war die Tochter von Andreas Friedrich Bauer, dem engsten Mitarbeiter von Friedrich Koenig. Gertrud von Le Fort besuchte Würzburg mehrfach und fühlte sich der Stadt eng verbunden. 1953 schrieb sie: "Würzburg ist eine bezaubernde Stadt. Ich liebe sie sehr. In meiner Jugend war ich öfter in Würzburg. Wenn wir reisten, fuhren wir nie an Würzburg vorbei. Mein Mutter freute sich immer herzlich auf das Wiedersehen mit dieser Stadt. Dabei besuchten wir jeweils auch die in Kloster Oberzell gelegenen Familiengräber."[1]

Von einem Besuch in der Stadt während oder kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges berichtet sie, dass die großen aufgebauten Flakgeschütze ihr zum ersten Mal einen Eindruck des "Schrecklichen, das vor uns lag" vermittelten. Später schrieb sie eine Ode an die 1945 großflächig zerstörte Stadt. „An Würzburg“ erschien in „Fränkische Heimat“ Nr. 29/1955 [2]

Posthume Würdigung

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinz Otremba (Hrsg.): Würzburger Porträts. Echter Verlag 1982. S. 51
  2. Max Domarus: Der Untergang des alten Würzburg 5. erweiterte Auflage, Würzburg 1982. S. 161