Friedrich von Bothmer

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Friedrich von Bothmer (* 11. September 1805 in München; † 29. Juli 1886 ebenda) war bayerischer Offizier und Kommandeur der 4. Königlich Bayerische Division.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Friedrich entstammte dem Adelsgeschlecht Bothmer und war der zweitgeborene Sohn des Ministers am kurpfälzischen Hof, Karl Graf von Bothmer (1770–1845) und dessen Ehefrau Antoinette.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Bothmer absolvierte das Kadettenkorps und die Pagerie. Nach dem Besuch des Gymnasiums 1825 in München, studierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Anschließend trat er 1827 als Junker in das 2. königlich bayerisches Feldartillerie-Regiment ein, nahm aber bereits 1833 als Leutnant seinen Abschied, um in die Dienste von König Otto von Griechenland zu treten. Nach achtjährigem Aufenthalt wurde Bothmer als Oberleutnant wieder in der Bayerischen Armee angestellt und versah seinen Dienst im 1. Feldartillerie-Regiment. Hier wurde er 1847 zum Hauptmann II. Klasse befördert und wurde 1848 Adjutant bei Feldmarschall Prinz Karl von Bayern.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Bis 1866 wurde Bothmer Generalmajor und Kommandant in Ulm, als er während des Krieges gegen Preußen die Artilleriereserve in den Mainfeldzug führte. 1869 folgte seine Beförderung zum Generalleutnant und die Ernennung zum Divisionskommandeur. Mit diesem militärischen Großverband überschritt Bothmer 1870 im Deutsch-Französischen Krieg zuerst die französische Grenze und hatte bei Weißenburg befehligte die Vorhut. Unter seiner Führung bei Wörth, Sedan und vor Paris konnte er die Kriegserfolge in wirksamer Weise vorbereiten.

Nach dem Krieg wurde Bothmer 1873 Inspekteur der Artillerie. 1877 erhielt Bothmer die Beförderung zum General. 1879 regte er bei Kriegsminister Joseph von Maillinger die Gründung des Bayerischen Armeemuseums an. Nachdem 1883 sein Abschiedsgesuch angenommen wurde, lebte er bis zu seinem Tod zurückgezogen in München.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Während seiner Studienzeit trat er dem Corps Franconia Würzburg bei.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]