Freiherrlich von Zobelscher Zehnthof (Goßmannsdorf)

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Der Freiherrlich von Zobelscher Zehnthof ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Ortsmitte von Goßmannsdorf.

Geschichte

In Goßmannsdorf herrschten die Zobel von Giebelstadt als Ganerben über das Dorf, das heißt sie teilten sich den Besitz gemeinschaftlich mit den Geyer von Giebelstadt und dem Würzburger Domkapitel.

1562 verkaufte der Schultheiß Hans Zölner sein ererbtes Haus an der Kapelle an Conrad Geyer von Giebelstadt und seine Frau Margaretha. Im Jahr 1588 verkauft Vait Haas sein Haus neben der Kapelle ebenfalls an Conrad Geyer. Noch im gleichen Jahr baute Conrad Geyer das nun größere Anwesen um. Das größere Haus bekam beim Umbau einen Zierfachwerkgiebel mit dem Wappen der Geyer und das Wappen der Frau, einer geborene Anna von Abenberg. Auf dem dazu gekauften Grundstück baute er ein zweites Haus, das meist auch Scheune genannt wurde, ob es eine Wohnung hatte. Zwischen den beiden Häusern steht zurückgesetzt das Kalterhaus.

1705 ging das Anwesen nach dem Aussterben der Geyer von Giebelstadt an die preußische Herrschaft, den Markgrafen von Ansbach. Die preußische Herrschaft verkaufte 1758 einen Teil ihres Besitzes an den Juden Löb Enslein. Er kaufte die Scheune, das Kalterhaus und den Hofraum. Das Kalterhaus und den Hofraum verkaufte er an die jüdische Gemeinde, die 1763 eine Synagoge bauen wollte. 1805 verkaufte die preußische Herrschaft den Rest ihres Besitzes. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ging das gesamte Anwesen in den Besitz der Familie Benninger über.

Baubeschreibung

Der eingeschossige Satteldachbau mit reichem Zierfachwerkgiebel stammt aus dem Jahr 1588, der westliche zweigeschossige Anbau mit Satteldach und Fachwerkobergeschoss von 1589. Die zugehörige Zehntscheune ist ein Bruchsteinmauerwerksbau mit Satteldach aus dem 16./17. Jahrhundert.

Bildergalerie

Heutige Nutzung

Die Gebäude werden heute als Wohngebäude genutzt. Die vorbeiführende Straße heißt aber noch Zehnthofstraße.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

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