Ferdinand Braun

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Karl Ferdinand Braun, 1909

Prof. Dr. Karl Ferdinand Braun (* 6. Juni 1850 in Fulda; † 20. April 1918 in New York) war Professor und Physik-Nobelpreisträger im Jahre 1909.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ab 1868 studiert Braun Physik, Chemie und Mathematik in Marburg und Berlin bei Professor Georg Hermann Quincke. 1877 nimmt er eine außerordentliche Professur für Theoretische Physik in Marburg an und wechselt dann nach Straßburg, Karlsuhe und Tübingen, wo er bis 1895 wirkt.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Karl Ferdinand Braun ist den meisten Menschen kaum bekannt, obwohl eine seiner Erfindungen unser Leben nachhaltig verändert hat: es ist die nach ihm benannte Braun'sche Röhre, deren Technik die Grundlage des uns bekannten Röhrenfernsehers ist. Heinrich Hertz war 1886 die Erzeugung elektrischer Wellen gelungen. Eine Anwendung zur Übertragung von Nachrichten erwog er aber nicht. Das tat ein junger Italiener, Guglielmo Marconi. Angeregt durch dessen Erfolge, begann Braun mit der wissenschaftlichen Bearbeitung des Gebiets. Er verbesserte das System der Abstimmung der Frequenz des Senders und Empfängers. Damit entwickelte er die Grundlagen des Richtfunks und der so genannten Ferntelegraphie.

Forschung in Würzburg[Bearbeiten]

1872 wird Professor Georg Quincke an die Universität Würzburg berufen und ihm vertraglich das Recht auf einen Assistenten seiner Wahl zugestanden. Dieser Assistent wurde Ferdinand Braun, der sich in Würzburg bis 1874 mit der Messung der Leitfähigkeit von Salzschmelzen befasste.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

1909 erhält Karl Ferdinand Braun den Nobelpreis für Physik zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marconi „als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jost Lemmerich und Armin Stock: Nobelpreisträger in Würzburg. Wissenschaftsmeile Röntgenring. Hrsg.: Universität Würzburg. Verlag Bonitas-Bauer, Würzburg. ISBN 3-9811408-0-X.

Weblinks[Bearbeiten]