Emil-von-Behring-Kaserne

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Wappen der Sanitätsschule der Luftwaffe

In der Emil-von-Behring-Kaserne war von 1968 bis zum Ende des Jahres 1996 die Sanitätsschule der Luftwaffe der Bundeswehr stationiert. Sie bildete den ehemaligen Ortsteil Klingholz der Gemeinde Giebelstadt im Landkreis Würzburg und war somit die einzige Bundeswehr-Kaserne mit eigener Postleitzahl.

Namensgeber[Bearbeiten]

Emil Adolf von Behring (* 15. März 1854 in Hansdorf, Kreis Rosenberg in der Provinz Westpreußen,† 31. März 1917 in Marburg) war ein deutscher Bakteriologe und Serologe sowie Träger des ersten Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. [1]

Strategische Bedeutung[Bearbeiten]

In der Emil-von-Behring-Kaserne bestand die Sanitätsschule aus vier Inspektionen, der Stabskompanie und der Sanitätsstaffel. Hauptaufgabenbereich war die allgemeine Grundausbildung von Sanitätssoldaten. Anschließend erfolgte die Ausbildung in Erster Hilfe und Krankenpflege. Die Abgänger kamen im Wesentlichen in Sanitätsstaffeln und Bundeswehrkrankenhäusern zum Einsatz. Vereinzelt führte die Schule auch Fortbildungslehrgänge für Reservisten durch.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flugplatzbau 1934 und der Aufbau des „Fliegerhorstes Giebelstadt“ veränderte die Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialstruktur grundlegend. 1968 wurde Giebelstadt mit Eröffnung der Kaserne Bundeswehrstandort. [2]. Auf dem Gelände befand sich bis 1945 die Schießanlage des Fliegerhorstes Giebelstadt. 1989 traten in der Kaserne die ersten weiblichen Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziersanwärter des Sanitätsdienst der Luftwaffe ihren Dienst an. Durch die Neugliederung der Bundeswehr wurde 1992 beschlossen die Kaserne und die Sanitätsschule aufzulösen. Die Sanitätsschule wurde im Februar 1996, die Kaserne am 31. Dezember 1996 endgültig geschlossen. [3] Neben dem Wegfall der Kaufkraft wurden auch 50 zivilen Arbeitsplätze gestrichen. Der Markt Giebelstadt wollte eine gewerbliche Nutzung des Geländes vorantreiben, hatte aber nicht die nötigen Mittel und suchte daher nach einer Investorengruppe, welche 1999 ein Angebot vorlegte.

Heutige Nutzung des Areals[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 1999 hat sich der Standort als „attraktiver Büro-und Gewerbestandort für innovative Unternehmen“ entwickelt. Heute befindet sich auf dem 12,5 ha großen ehemaligen Kasernengelände ein „Innovationspark“ mit über 500 Arbeitsplätzen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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