Anton Joseph Högler

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Anton Joseph Högler (* nach 1705 in Würzburg; † 1786 ebenda) war ein fränkischer Miniatur- und Wappenmaler. [1]

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Anton Joseph war der Sohn des aus dem Salzburgischen stammenden Miniaturmalers Wolfgang Högler, der bereits unter Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau für den Hof tätig war. Im Zusammenhang mit dem Bau der Residenz erscheint Anton Joseph in den Jahren von 1735 bis 1745 fast immer mit Johann Thalhofer zusammen beschäftigt. Die beiden werden meist „die jungen Maler“, auch die „discipuli“ (lat. Schüler) des Hofmalers Johann Rudolf Byss genannt und waren bereits 1735 an den Plafondmalereien [2] in der Südblockwohnung ausersehen. Im Winter 1735/1736 besuchten sie auf Kosten von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn die Wiener Akademie, ebenso von Anfang Oktober 1736 bis Ende Mai 1737 und wahrscheinlich nochmals im Winter 1737/1738. In den Sommermonaten waren sie in Würzburg reichlich beschäftigt, in den Baurechnungen 1736 bis 1745 stets zusammen und beinahe immer mit dem gleichen Betrag bezahlt: 1736 malten sie in der Südblockwohnung und halfen bei den Fresken der Hofkirche. 1737 waren sie schon zur Ausführung der Gewölbefresken in der großen Galerie nach Entwurf und unter Aufsicht von Byss, dem wegen seines hohen Alters das Freskenmalen in der Höhe zu beschwerlich fiel, ausersehen. Die Ausführung dieser Gewölbefresken erfolgte aber erst 1740/1741, während sie mit Georg Anton Urlaub bereits auch an den Füllungen des Venezianischen Zimmers beschäftigt waren, um anschließend an der Hinterglasmalerei des Spiegelkabinetts teilzunehmen. Nach 1745 werden Anton Joseph Högler und Johann Thalhofer nicht mehr in den Baurechnungen der Residenz genannt.

Anton Joseph hatte am 24. Oktober 1740 geheiratet und im November desselben Jahres das Würzburger Bürgerrecht erworben. Nach seinem vierfachen Hausbesitz zu schließen, muss Anton Joseph ein ziemlich vermögender Mann gewesen sein. Das domkapitlische Wappenbuch und das Ratswappenbuch enthalten Miniaturmalereien aus seiner Hand, letzteres signierte und datierte Blätter bis 1778.

Siehe auch[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Miniaturmalerei bei Wikipedia [1]
  2. Eine Decke (besonders österreichisch auch Plafond) ist im Bauwesen ein (meist) horizontales Bauteil, das einen Raum nach oben abschließt. Weitere Informationen bei Wikipedia [2]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Sedlmaier und Rudolf Pfister: Die fürstbischöfliche Residenz zu Würzburg. Teil 1: Textband. Georg Müller Verlag, München 1923 (Digitalisat bei archive.org)

Weblinks[Bearbeiten]