Alois Senefelder

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Alois Senefelder

Joh. Alois Senefelder (* 6. November 1771 in Prag; † 26. Februar 1834 in München) ist Erfinder der Lithografie. Außerdem war er Schriftsteller, Sänger und Musiker und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Seine Schulzeit absolvierte er in München und erhielt daneben Klavier- und Gesangsunterricht durch anerkannte Musiker. In den Jahren 1789 bis 1793 studierte Senefelder an der Universität Ingolstadt Rechtswissenschaften, die er mit Auszeichnung absolvierte. Neben dem Studium zeigte er Freude am Schauspiel und versuchte sich als Literat. 1796 traf Senefelder in München auf den Hofmusiker Franz Gleißner, bei dem er umsonst Kost und Logis fand. Als Gegenleistung erteilte er dessen Töchtern Klavierunterricht. Gleißner und seine Frau, die beide an die Anwendbarkeit der neuen Drucktechnik glaubten, unterstützten ihn finanziell und förderten ihn.

Erfindungen[Bearbeiten]

Fassadenmalerei am Haus Robert-Koch-Str. 18

1797 baute Senefelder eine brauchbare Stangen- bzw. Galgenpresse für das neue Druckverfahren und machte Versuche im Mehrfarbendruck. Seine Erfindung nannte er chemische Druckerei oder Steindruckerei. 1797 erschienen 12 Blätter "Giftpflanzen für Schulen". In Frankreich wurde sie seit etwa 1803 Lithografie genannt. 1799 erfolgte die erste kommerzielle Anwendung der Lithografie, um das neue Verfahren für den Notendruck zu nutzen. Mozarts Klavierkonzerte erschienen ab 1800 als erste lithografische Notendrucke.

Daraufhin erfolgte bald auch der Druck von Künstlergrafiken, nachdem der Nutzen der Lithografie – beispielsweise für die Vervielfältigung von Zeichnungen ohne Verfälschung der jeweiligen künstlerischen Handschrift – erkannt worden war.

Für seine erweiterte Erfindung, anstelle von Steinplatten Metallplatten für den Druck zu verwenden, erhielt Senefelder am 22. Januar 1818 von „Sr. königl. Majestät von Baiern“ ein sechsjähriges „Privilegium“, also ein Patent. 1826 gelang Senefelder der Druck farbiger Motive und 1833 der Druck auf Stein übertragener Ölgemälde auf Leinwand. Seine metallografischen Versuche, von Stahl-, Zink-, Messing- und Kupferplatten zu drucken, wurden später zur Grundlage des Offsetdrucks.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde die Senefelderstraße im Stadtbezirk Grombühl benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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