Albrecht von Eyb

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dr. Albrecht von Eyb

Dr. Albrecht von Eyb (* 24. August 1420 auf Schloss Sommersdorf; † 24. Juli 1475 in Eichstätt) war Jurist, frühhumanistischer Schriftsteller und ab 1462 Domherr in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Albrecht entstammt dem fränkischen Rittergeschlecht derer von Eyb. Albrecht studierte Theologie und Jura in Erfurt und war ab 1444 Domherr in Eichstätt, ab 1452 in Bamberg und ab 1462 in Würzburg. Allerdings hielt er sich in dieser Zeit vor allem in Italien auf, unter anderem in Bologna, Padua und in Pavia, wo er am 7. Februar 1459 zum Doktor beider Rechte promoviert wurde. Ab Herbst 1459 lebte er wieder dauerhaft in Deutschland, zunächst in Eichstätt, dann nach längeren Auseinandersetzungen mit Georg von Ellrichshausen über die 1462 erlangte Würzburger Pfründe, in Würzburg und während der letzten Lebensjahre wieder in Eichstätt und Bamberg.

Schriftsteller[Bearbeiten]

Bedeutend waren seine Übersetzungen von Novellen des Giovanni Boccaccio aus dem Italienischen und von Komödien des antiken Lustspieldichters Plautus. Ab 1472 erschienen im Druck unter dem Titel „Margarita poetica“ eine vermutlich noch 1459 in Italien fertig gestellte Sammlung aus antiken und Renaissance-Schriften sowie sein mehrfach aufgelegtes „Ehebüchlein: Ob einem manne sey zu nemen ein eelichs weyb oder nicht“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ottmar Schönhuth: Albrecht von Eyb, der gelehrte fränkische Ritter. In: Württembergischer Bildersaal, Erster Band. Schaber, Stuttgart 1859, S. 67–74
  • August Amrhein: Reihenfolge der Mitglieder des adeligen Domstiftes zu Würzburg, St. Kilians-Brüder genannt, von seiner Gründung bis zur Säkularisation 742 - 1803. Archiv des Historischen Vereins für Unterfranken und Aschaffenburg, 33. Band, Würzburg 1889/1890, Nr. 1278, Band I, S. 274 f.

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Albrecht von Eyb aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.