Werner Uhlmann

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Prof. Dr. Werner Uhlmann (* 30. September 1928 in Hamburg; † 11. Februar 2011) war Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und zeitweiliger Rektor der Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Werner Uhlmann studierte Mathematik in Hamburg und wurde dort 1955 mit einer Arbeit über Fehlerabschätzungen bei gewöhnlichen Differentialgleichungen promoviert. 1961 habilitierte er sich ebenfalls an der Universität Hamburg. Vier Jahre wirkte er dann als Dozent an der Technischen Hochschule Braunschweig; zwischenzeitlich vertrat er eine Professur für Mathematische Statistik an der Universität Karlsruhe.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1965 folgte er dem Ruf an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1996 blieb. Er entwickelte Initiativen zum Wiederaufbau der Neubaukirche. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Stiche und Medaillen, den er angeregt hatte, konnten die Planungsarbeiten begonnen werden. Es folgten weitere Ämter in der Selbstverwaltung der Universität als Prorektor (1971 bis 1973), Konrektor (1973 bis 1975) sowie als Prodekan und Dekan der damaligen Fakultät für Mathematik. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in den verschiedensten Organen der Universität.

Forschungsbereich[Bearbeiten]

Der Forschungsschwerpunkt von Werner Uhlmann war die Statistische Qualitätskontrolle. Er gehörte zu den Begründern dieses Gebiets und gab ihm mit seinem 1966 erschienenen Lehrbuch die entscheidende Ausprägung, so dass es inzwischen zu einem anerkannten und für die Praxis wichtigen Teilgebiet der Mathematischen Statistik geworden ist.

Rektor der Universität[Bearbeiten]

Von 1969 bis 1971 war Uhlmann Rektor der Universität.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Von 1973 bis 1987 gehörte Professor Uhlmann der Bayerischen Hochschulplanungskommission, deren Vorsitzender er 1976 wurde, als Mitglied an. In diesem Bereich war es ihm ein besonderes Anliegen, für die neugegründeten Universitäten einen Grundbestand an Fachliteratur bereitstellen zu lassen und den alten Universtätsbibliotheken die Mittel für die weitere Literaturversorgung zu beschaffen. Für die Förderung der Kunst bedeutete es einen besonderen Erfolg, dass es ihm gelang, einen integrierten Studiengang für Operngesang, Regie, Bühnenbild und Dramaturgie in Bayern zu etablieren. Uhlmanns Engagement für die Natur drückte sich in der Gründung einer Forschungsgruppe Forsttoxikologie aus, welche die Waldschäden in Bayern erstmals systematisch erforschte.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Verdienste von Prof. Uhlmann wurden mit dem Goldenen Stadtsiegel der Stadt Würzburg, dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der Verdienstmedaille Bene Merenti der Universität und der Bayerische Verdienstmedaille Pro Meritis des Bayerischen Kultusministeriums gewürdigt.

Ruhestand[Bearbeiten]

Nach seiner Emeritierung widmete sich Prof. Uhlmann verstärkt seiner Sammlung von asiatischen und afrikanischen Blankwaffen. Auch auf diesem Gebiet zeichnete sich Prof. Uhlmann mit einem 1999, 2001 und 2003 erschienen dreibändigen Werk als Experte aus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]