Werner Strik

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Prof. Dr. Werner Strik (* 27. März 1930 in Mährisch Rothwasser; † 10. Januar 2021 in Würzburg) war Chefarzt der Missionsärztlichen Klinik.

Leben und Wirken

Nach Kriegsende musste Werner Strik auf dem enteigneten Hof der mütterlichen Familie Zwangsarbeit leisten, kam 1946 in ein tschechisches Internierungslager und gelange im Juni 1946 durch Flucht und Vertreibung nach Hofheim (Landkreis Haßberge). Nach dem Abitur in Bamberg begann er 1949 mit dem Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1955 beendete er sein Medizinstudium in Würzburg mit Staatsexamen und Promotion. Danach begann er seine ärztliche Tätigkeit am Universitätsklinikum Würzburg. Im Anschluss an seine Medizinalassistentenzeit in der Pathalogie und Chirurgie fand er seine Berufung in der Inneren Medizin. Seine Ausbildung erhielt er in der damaligen Medizinischen Poliklinik unter Professor Siegfried Franke, wo er sich auch 1967 habilitierte.

Bereits Anfang der 1970er Jahre begann eer eine Konsiliarsarzttätigkeit an der Missionsärztlichen Klinik und wechselte 1973, nach Erhalt seiner außerplanmäßigen Professur als Chefarzt dorthin.

Chefarzt in Würzburg

Professor Strik war ab 1974 Internist im Missionsärztlichen Institut und von 1977 bis 1995 Chefarzt der Inneren Medizin und viele Jahre ärztlicher Direktor der Klinik.

Ehrenamtliches Engagement

Durch Sach- und Geldspenden in seine Heimat Tschechien, versorgte er Kliniken und gab jungen Medizinern Hilfestellungen. Gemeinsam mit seiner Frau Margarete, ebenfalls ein Kind dieser Gegend, setzten sie sich für die Aufarbeitung der auch nach Jahrzehnten noch vorhandenen tiefen Wunden zwischen den sudetendeutschen und den tschechischen Bewohnern und deren Versöhnung ein. Beide erhielten dafür das Bundesverdienstkreuz.

Den 1979 verstorbenen Bischof Dr. Josef Stangl begleitete er in den letzten Wochen seiner schweren Erkrankung. Prof. Strik war 1983/84 Präsident des Rotary Club Würzburg.

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Quellen

Weblinks