Würzburg Arcaden

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Die Würzburg Arcaden war ein geplantes Einkaufszentrum in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Geschichte[Bearbeiten]

Posthochhaus und die 1970 erbaute Posthalle wurden nach der Privatisierung der Deutschen Bundespost nicht mehr benötigt, vor allem nachdem ein Paketverteilzentrum in Kitzingen und 1996 das Briefzentrum im Gewerbegebiet Würzburg-Ost eröffnet wurden. So erhob sich die Frage einer künftigen Nutzung, zumal auch damals schon das gesamte Bahnhofsareal neu konzipiert werden sollte.

Es entstand die Idee, ein verkehrstechnisch günstig liegendes Einkaufszentrums am Rande der Innenstadt entstehen zu lassen, wie es in vergleichbaren Städten wie Regensburg schon vorhanden war. Der Essener Immobilieninvestor mfi AG erstand das Gelände einschließlich der Gebäude, mit dem Ziel, ein Einkaufszentrum zu planen und dort zu errichten.

Bürgerinitiative, Bürgerbegehren und Bürgerentscheid[Bearbeiten]

Eine Allianz aus Gewerbetreibenden der Innenstadt und die 2004 gegründete Bürgerinitiative Ringpark in Gefahr, trieben ein Bürgerbegehren voran, das gegen die Errichtung des Einkaufszentrums vorgehen sollte. Dabei wurden folgende folgende Begründungen für das Begehren aufgeführt:

  • Der Ringpark ist gefährdet durch Bebauung und Verkauf
  • Die Bahnhofsquellen sind bedroht
  • Bahnhof und Bahnhofsvorplatz sind als „Denkmal der klassischen Nachkriegsmoderne gefährdet
  • Die Altstadt droht durch überzogene Bemessung der Verkaufsflächen des Einkaufszentrums zu veröden
  • Daraus resultierende erhöhte Verkehrsbelastung des Haugerrings

Nachdem im August 2006 12.000 eingereichte Unterschriften bei der Stadt Würzburg das Bürgerbegehren unterstrichen, wurde ein Bürgerentscheid zugelassen. Ende September 2006 machte mit der Bürgerinitiative „PROjekt Bahnhof – Entwicklung mit Zukunft“ auch eine Gegeninitiative mobil. Letztlich errangen die Gegner der Arcaden mit ihrem Bürgerentscheid Ende 2006 einen entscheidenden Erfolg: Die Teilnehmer am Bürgerentscheid sprachen sich mehrheitlich gegen die Würzburg Arcaden aus und besiegelten deren Ende.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Die Posthalle dient seit 2008 als Veranstaltungshalle, das Posthochhaus ist vermietet und der geplante Bahnhofsneubau ist immer noch offen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Geplanter Standort:

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