Staustufe Randersacker

Aus WürzburgWiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
Staustufe Randersacker

Die Staustufe Randersacker ist eine Schleuse mit Wehranlage im Main auf Höhe des Ortes Randersacker.

Schleuse

Die Schleuse hat eine Fallhöhe von 3,30 Meter. Die Schleusenkammer ist 300 Meter lang und hat eine Breite von 12 Meter. Als Schleusentore werden im Oberwasser Klapptore im Unterwasser Schlagtore eingesetzt. Die Anlage wurde 1950 erbaut und in Betrieb genommen. Schleusungsvorgang und Schiffssignalanlage wird videoüberwacht vom Schleusenwärter der Staustufe Würzburg ferngesteuert.

Wehr und Kraftwerk

Die Stauhaltung des Oberwassers beträgt 10,14 km. Insgesamt fällt das Wasser über drei Walzen mit je 30 Meter Breite herab: Eine Versenkwalze und zwei Normalwalzen. Auf Heidingsfelder Seite befindet sich ein Kraftwerk, das mit zwei Kaplanturbinen mit einer Durchfließmenge von 50 m³/s eine Leistung von 2,51 Megawatt erzeugt. Über die Brücke führt ein Gehweg, über den man nur über eine Treppe gelangt. Er verbindet Randersacker mit dem Gewerbegebiet Winterhäuser Straße im Würzburger Stadtbezirk Heidingsfeld. Den Boden bildet ein Metallgitter, durch das man hindurch direkt auf das Wehr schauen kann.

Bildergalerie

Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten

Vier Mainschleusen zwischen Eltmann und Würzburg wurden ab dem 17. März 2020 trockengelegt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Schweinfurt nutzt die knapp dreiwöchige Schifffahrtspause für umfangreiche Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten an den bis zu 95 Jahre alten Schleusenanlagen.

Die umfangreichste Maßnahme betrifft die Schleuse Randersacker, die 1950 als erste nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb ging. Seither wurde das Mittelhaupttor, das die obere und untere Kammer voneinander trennt, immer wieder repariert und überholt, aber nie erneuert. Das Mittelhaupttor wird nun erneuert. Aus diesem Grund fallen die Wartungsarbeiten diesmal umfangreicher aus. Das mittlere und das untere Tor müssen ausgebaut und exakt vermessen werden. Die beiden Tore sollten sich genau gleichen, für den Fall, dass ein Schiff gegen das Untertor fährt. Das könnte dann in wenigen Tagen durch das Mittelhaupttor ersetzt werden. Die Schifffahrt wäre nur für kurze Zeit behindert. Die Bauarbeiten sollen bis zum 2. April abgeschlossen sein.

Nächste Staustufen

Die nächstgelegene Staustufe mainabwärts ist die Staustufe Würzburg, mainaufwärts die Staustufe Goßmannsdorf.

Quellen

Weblinks

Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …