Seelein (Heuchelhof)

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Seelein
Brunnenstube des Seelein

Das Seelein (auch: Am Seelein) ist ein kleines Biotop mit Grünanlage an der Berner Straße im Stadtbezirk Heuchelhof, Bereich H 7.

Geschichte[Bearbeiten]

Das aufgestaute Seelein war einst Grundlage der Besiedlung des Heuchelhofs nach der letzten Eiszeit durch Bandkeramiker. Eine Bebauung des Geländes im Rahmen der weiteren Erschließung des Stadtbezirks Heuchelhof konnte in den 1980er Jahren dank des Widerstands der Würzburger Naturschützer abgewendet werden. Die Wasserfläche des Seeleins war ursprünglich größer als heute. Im Jahr 1998 betrug die Wasserfläche etwa 500 Quadratmeter. Durch den Eintrag von düngergesättigtem Wasser des benachbarten Sportplatzes und tierische Verkotung verschilfte der Teich jedoch zunehmend. Im Jahr 2007 waren nur noch wenige Meter Wasserfläche sichtbar, so dass das städtische Gartenamt zum Handeln gezwungen war. Mit einem Bagger wurde ein Großteil des Schilfes inklusive Wurzelwerk entfernt und der faulige Untergrund ausgegraben. Die Pflegemaßnahme kostete 6.000 Euro und wurde über den Landschaftspflegeverband für Mensch und Natur Stadt Würzburg e.V. abgewickelt. [1]

Bedeutung[Bearbeiten]

Das Kleinstgewässer in einer Senke wird von Regenwasser und einer betonierten Brunnenstube gespeist. Das Wasser fließt dann gen Westen durch den Stadtwald in den Fuchsstadter Bach (Heuchelbach) ab. Östlich der Brunnenstube befindet sich Gehölz. Das Biotop hat sowohl für die Anwohner als Naherholungsgebiet mit Spielplatz, als auch für die Tier- und Pflanzenwelt eine wichtige Bedeutung. Das Seelein ist jedoch nicht als Schutzgebiet ausgewiesen.

Trivia[Bearbeiten]

Westlich des Seeleins befindet sich im Stadtwald ein hydraulischer Widder. Dieser diente von 1880 bis zum Zweiten Weltkrieg der Trinkwasserversorgung von Nutztieren (u.a. von Schafen). [2] [3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Schilf am Seelein muss weichen“ (16. Dezember 2007)
  2. Ulf Claussen: Heuchelhof - „Pfahlbauten auf dem Heuchelhof" - Kleine Geschichte des Heuchelhofes mit Stadtteilplan und allen wichtigen Adressen. Evang.-Luth. Pfarramt Würzburg-Heuchelhof/Rottenbauer, 1995.
  3. PrimaSonntag: „Ein Widder für Schafe“

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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