Ortrun Scheumann

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Ortrun Scheumann (geb. Körber) (* 20. Oktober 1924; † 8. Oktober 2019 in Bad Dürkheim) war eine Schriftstellerin und Verlagsleiterin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Buchcover

Ortrun Scheumann kam am 24. April 1939 nach Würzburg, nachdem sie zuvor zehn Jahre mit ihrer Familie in Japan gelebt hatte, wo ihr Vater Josef Körber von 1929 bis 1939 deutsche Literatur und Sprache an Universitäten in den japanischen Städten Matsuyama und Okayama unterrichtet hatte. [1] In Würzburg arbeitete er als Studienrat an der Oberrealschule, dem heutigen Röntgen-Gymnasium. Ortrun Scheumann erlebte den Nationalsozialismus in Würzburg aus nächster Nähe und begann im Alter von 14 Jahren, ihre Erlebnisse in einem Tagebuch niederzuschreiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie zum Studium der Musik nach Regensburg [1], ihre Eltern Josef und Louise Körber (geb. Schnitzler) wohnten von 1949 bis 1957 in Rimpar.

1949 gründete ihr Vater die englischsprachige Zeitschrift The Beacon für Oberschüler. 1950 brach Ortrun Scheumann das Studium wieder ab, um im väterlichen Verlag zu arbeiten. Nach dem Tod ihres Vaters 1972 übernahm sie die Verlagsleitung des Beacon-Verlags, der heute in Bad Dürkheim ansässig ist. 1986 veröffentlichte sie erstmals Auszüge aus ihrem englischsprachigen Tagebuch über ihre Zeit in Würzburg im Nationalsozialismus unter dem Pseudonym Ortrun Schnitzler, dem Mädchennamen ihrer Mutter. 2015 erfolgte schließlich erstmals eine deutschsprachige Veröffentlichung.

Publikationen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Biographische Notiz zu Ortrun Scheumann. In: Einsichten und Perspektiven 1 (1/2015), S. 33