Karl Gottfried Semper

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Prof. Dr. Karl Gottfried Semper

Prof. Dr. Karl Gottfried Semper (* 6. Juli 1832 in Hamburg-Altona; † 29. Mai 1893 in Würzburg) war Zoologie-Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge

Er ist der Neffe des berühmten Architekten Gottfried Semper, von dem das Opernhaus in Dresden stammt.

Leben und Wirken

Karl Gottfried Semper besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt, dann die Seekadettenschule in Kiel und später die polytechnische Schule in Hannover, ums sich auf einen technischen Beruf vorbereiten. Er entschied er sich anders, denn 1854 ging er an die Universität Würzburg und studierte hier Zoologie. Semper interessierte sich für die unterschiedlichsten Tiergruppen. Schon während seiner Studienzeit veröffentlichte er mehrere Arbeiten. Diese drehten sich zum Beispiel um die Bildung der Flügel bei Schmetterlingen, die Anatomie und Physiologie der Lungenschnecken oder um die Entwicklungsgeschichte von Meereswürmern. Nach seiner Promotion ging Semper auf eine siebenjährige wissenschaftliche Studienreise auf die Philippinen und die Palau-Inseln.

Professor in Würzburg

Nach seiner Rückkehr habilitierte er sich in Würzburg und erhielt hier 1868 die Professur für Zoologie und Anatomie. Von seiner Reise in die Südsee hatte er viel Material mitgebracht, das er hier bearbeitete. Er machte sich mit Studien über tropische Lebewesen einen Namen und war ab 1872 der erste Direktor des Würzburger zoologisch-anatomischen Instituts, in dem er unter anderem die Zoologische Sammlung für Zwecke der Lehre umorganisierte.

Forschungsgebiete

Sein wissenschaftliches Interesse galt den bei zahlreichen Studien über die in den Tropen lebenden niederen Tiere, die er durch seinen langjährigen Aufenthalt in der Südsee kennengelernt hatte.

Villa Tabatteldil

Semper ließ in der Rennwegerglacisstraße 8 ein Wohnhaus erbauen, das er Villa Tabatteldil, benannte. Tabatteldil heißt Haus des guten Herrn.

Publikationen

  • „Die Philippinen und ihre Bewohner“ (1869)
  • „Die Palau-Inseln im Stillen Ocean“ (1870)
  • „Die verwandtschaftlichen Beziehungen de gegliederten Thiere“ (1875)
  • „Die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere“ (1880)

Namensgeber

Nach dem ihm wurde die Wasserschlange Hydrophis semperi benannt, die Sempersche Ruderschlange.

Lezte Ruhestätte

Prof. Semper wurde im Ehrengrab der Universität Würzburg am Hauptfriedhof bestattet.

Siehe auch

Quellen

  • Thomas Memminger, Würzburgs Straßen und Bauten, 2. Auflage, Gebrüber Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 314

Weblinks