Johann Baptist Eyrich

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Johann Baptist Eyrich (* 14. Mai 1768 in Würzburg; † 16. Dezember 1813 ebenda) war Uhrmachermeister und Hofuhrmacher in Würzburg.

Leben und Wirken

Eyrich begann die Lehre am 17. Juni 1780 bei Georg Joseph Rumpelsberger und beendet sie als Geselle am 28. Mai 1787. Die Lehrzeit betrug damals sieben Jahre. Eyrich bat 1795 gleichzeitig mit seinem Berufskollegen Joseph Kaspar Bollermann um Zulassung zur Erlangung der Meisterrechte. Nach einem Gutachten des Hochfürstlichen Würzburger Gebrechenamtes solle demjenigen das Meisterrecht zufallen, welcher das bessere Meisterstück fertigte. Der Unterlegene sollte später noch einmal vorsprechen.

Am 23. November äußerte die Zunft Bedenken wegen des geringen Vermögens von Eyrich. Doch konnte Eyrich die Bedenken entkräften. Er führte eine künftige glückliche Heirat ins Feld. Er heiratete dann doch erst im Jahre 1800 die Tochter des Karlsbader Händlers Matthäus Raab. Im Dezember 1795 wurde ihm die Möglichkeit eingeräumt, sein Meisterstück zu fertigen. Auf seine Bitte hin sollte es eine Zylinderuhr mit Schlag und französischer Kadratur sein.

Am 29. April 1796 wurde er vom Hochfürstlichen Gebrechenamt als Meister eingeschrieben. Eyrich hatte die Auflage, keinen Gesellen und keinen Lehrjungen einzustellen. Im Mai 1796 stellte er den Antrag, als Kleinuhrmacher eingeschrieben zu werden. Im September 1796 wurde ihm nach nochmaligem Antrag ein Lehrjunge erlaubt, wenn eine andere Werkstatt aufgelöst wurde. Als Geselle war Michael Baunach bei Eyrich tätig, der mit Johann Baunach verwandt war, der für Eyrich viele Uhrgehäuse geschnitzt hat.

Uhrenfertigung

Jede Eyrich-Uhr stellt ein Unikat dar, denn die Zahnzahlen sind verschieden und die Bohrungen jeweils an anderer Stelle. Seine Uhren waren aus Holz gearbeitet mit Empire-Elementen verziert und farbig in Marmoranmutung gefasst. Qualitativ gelten sie als sehr hochwertig. Eyrich hat nicht nur Großuhren gebaut, sondern auch Taschenuhren, die unter Verwendung zugekaufter französischer Uhrwerke in seiner Werkstatt gefertigt wurden.

Ausstellung

In der Sonderausstellung „Zeitzeugen - Taschenuhren aus vier Jahrhunderten“ 2002 im Mainfränkischen Museum waren Exponate seiner Handwerkskunst zu sehen.

Siehe auch

Weblinks

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